Ein Reisemotorrad soll bequem sein, zuverlässig funktionieren und im Idealfall auch noch das Gepäck schlucken. So weit, so vernünftig. Doch was, wenn die klassische Reiseenduro mit Boxer, Speichenrädern und Alukoffern einfach zu berechenbar wirkt? Dann lohnt sich der Blick in eine Ecke des Gebrauchtmarkts, in der es ein wenig wilder zugeht. Genau dort warten die Yamaha Niken und die MV Agusta Stradale 800.

Gebrauchte Reise Exoten: Yamaha Niken und MV Stradale im Test
Selten am Bikertreff - trotzdem gut?
Reiseenduro zu brav? Boxermotor zu normal? Dann wird es spannend! Yamaha Niken und MV Agusta Stradale 800 zeigen gebraucht zwei völlig verschiedene Wege zum Reisemotorrad mit Charakter.
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Der Horvath
Veröffentlicht am 28.7.2026
Exotenjagd bei Limbächer
Für diesen Gebraucht-Test ging es nach Filderstadt bei Stuttgart, zu Limbächer. Und wer dort durch die Hallen geht, versteht schnell, warum gerade solche Motorräder für ein Video spannend werden. Rund 2.000 Motorräder stehen dort an einem Standort, neu und gebraucht, quer durch Marken, Konzepte und Preisklassen. Ein Spielplatz für Erwachsene, wenn man so will. Nur statt Rutsche und Schaukel stehen dort Niken, Stradale und alles, was sonst nicht an jeder Ecke parkt.
Der Punkt ist simpel: Wer ein gebrauchtes Motorrad sucht, will Auswahl. Und wer etwas Exotisches sucht, braucht sie erst recht. Eine Yamaha Niken findet man nicht bei jedem Händler. Eine MV Agusta Stradale 800 schon gar nicht. Bei Limbächer lassen sich solche Konzepte direkt nebeneinanderstellen, anfassen, ansehen und vergleichen. Dazu kommen 40-Punkte-Check, Finanzierung, Inzahlungnahme, Lieferung, freiwilliges Umtauschrecht und je nach Paket auch längere Garantieabsicherung. Gerade bei Gebrauchten mit eigenwilligem Charakter ist das kein kleines Argument.
Zwei Reise-Exoten, aber kein Direktvergleich
Kann man eine Yamaha Niken mit einer MV Agusta Stradale 800 vergleichen? Eigentlich nicht. Die eine ist ein japanischer Technikversuch mit zwei Vorderrädern, die andere eine italienische Supermoto mit Koffern. Außer Dreizylinder und Gitterrohrrahmen verbindet sie weniger, als man im ersten Moment glaubt. Und genau deshalb wird es interessant.
Die Niken will Vertrauen schaffen. Vorne zwei Räder, Yamaha-LMW-Technik, ein massiver Vorderbau und die Idee, dass man auch auf schlechtem Asphalt oder bei wechselhaften Bedingungen entspannter unterwegs ist. Die Stradale 800 geht komplett anders an das Thema heran. Sie kommt aus der Rivale-Familie, trägt serienmäßige Seitentaschen, Windschild und Handguards, bleibt im Kern aber ein Funbike mit Reisealibi. SMT würde ein anderer Hersteller vielleicht sagen. Bei MV ist es eher Espresso mit Topcase-Gedanken.
Yamaha Niken: Die Mutprobe aus Japan
Man schreibe das Jahr 2018. Yamaha bringt ein Motorrad auf den Markt, das vorne nicht ein, sondern zwei Räder trägt. Bei Rollern hatte Yamaha mit Tricity 125 und 300 bereits gezeigt, dass Leaning-Multi-Wheel-Technik funktionieren kann. Doch ein ausgewachsenes Motorrad auf MT-09-Basis? Das war für viele Motorradfahrer dann doch ein Gang zu viel am Menü.

Als Antrieb dient der bekannte CP3-Dreizylinder mit 847 cm³, also jener Motor, der auch in der MT-09-Familie für gute Laune sorgt. Yamaha baut darum einen Gitterrohrrahmen und tackert vorne eine Konstruktion dran, die optisch irgendwo zwischen Motorrad, Quad und Jetski pendelt. Vier Gabelholme, zwei Vorderräder, zwei Bremssysteme, Wippenmechanik und jede Menge Metall. Das schaut nicht nur gewaltig aus, es ist auch gewaltig.
Der große Vorteil liegt auf der Hand: Statt einem zentralen Kontaktpunkt gibt es vorne zwei Auflagepunkte. Fährt ein Vorderrad über eine schlechte Stelle, läuft das andere versetzt und kann noch Grip aufbauen. Zumindest ist das die technische Idee dahinter. Und genau dieser Gedanke arbeitet nicht nur auf der Straße, sondern auch im Kopf. Bei Nässe, Fahrbahnmarkierungen, schlechtem Asphalt oder kalten Bedingungen fährt man mit einer anderen Ruhe in die Kurve. Nicht zwingend, weil die Physik plötzlich alle Probleme löst. Sondern weil das Vertrauen wächst.
Fährt die Niken wirklich wie ein Motorrad?
Die gute Nachricht: Ja, überraschend stark. Martin Bauer saß im Test zum ersten Mal auf der Niken und war sichtlich überrascht, wie normal sich dieses Motorrad bewegen lässt. Man hat nicht permanent das Gefühl, vorne mit einem Fremdkörper unterwegs zu sein. Die Niken biegt ab, legt sich um und fährt grundsätzlich wie ein Motorrad. Nur eben mit einem sehr besonderen Vorderbau. Die schlechte Nachricht? Die Direktheit eines klassischen Vorderrads bekommt man nicht eins zu eins. Gerade wenn man flotter fährt und tiefer in Schräglage eintaucht, wirkt die Front anders. Nicht gefühllos, nicht unangenehm, aber eben nicht so unmittelbar wie bei einer konventionellen Konstruktion. Wer sein Vorderrad gern genau spürt, muss sich an dieses Gefühl gewöhnen.

Die Sicht aus dem Sattel der Niken. Die ausladende Front ist dabei stets im Blick.
Dann ist da noch das Gewicht von circa 260 Kilogramm. Das sieht man der Niken an, und beim Verzögern oder Beschleunigen spürt man es auch. Der Dreizylinder mit seinen rund 115 PS hat ein breit nutzbares Drehzahlband und grundsätzlich genügend Saft, doch er muss eben viel Motorrad bewegen. Berge versetzen muss er nicht, aber er zieht solide an. Nur eine MT-09-Leichtfüßigkeit darf man nicht erwarten.
Ergonomie und Reisen mit der Niken
Die Sitzposition der Niken gilt es klar zu loben. Die Sitzhöhe liegt knapp über 800 mm, die Lenkerposition passt gut zum Sitz, die Ergonomie wirkt stimmig. Das ist wichtig, denn Yamaha hat die Niken nie als bloßen Technik-Gag gedacht, sondern klar in Richtung Touren positioniert. Es gab auch die GT-Variante mit serienmäßigen Seitenkoffern, höherem Windschild und Langstrecken-Ausstattung.
Das Testmotorrad trug ein kurzes Windschild, doch der Zubehörmarkt und die Yamaha-Ausstattung machten aus der Niken bei Bedarf ein ausgewachsenes Reisemotorrad. Hohe Scheibe, volle Koffersysteme, Urlaubssetup – alles möglich. Man sitzt nicht sportlich zusammengefaltet auf einem Versuchsträger, sondern auf einem eigenwilligen, aber durchaus ernst gemeinten Tourer.

Die Sitzposition auf der Niken. Fahrergröße: 175cm.
Was fehlt? Eine Arretierung der Front, wie man sie aus dem Rollerbereich kennt. Die Niken bleibt ein Motorrad. Man kann sie nicht einfach aufrecht hinstellen, sondern braucht Seitenständer oder Hauptständer. Für kleinere Fahrerinnen und Fahrer oder beim Rangieren mit vollem Gepäck kann das ein Thema sein. 263 kg plus breite Front wollen bewegt werden. Da hilft kein Marketing-Sushi.
Gebrauchtkauf Yamaha Niken: Schnäppchen oder Sonderfall?
Die Niken war neu teuer. Der Neupreisbereich lag bei rund 16.000 bis 18.000 Euro. Heute liegt sie gebraucht oft um die 10.000 Euro, je nach Zustand, Laufleistung, Ausstattung und Markt. Und genau hier wird es spannend. Denn das Konzept war dem klassischen Motorradfahrer offenbar zu mutig. Die Nachfrage blieb klein, der Markt ist überschaubar, Verkäufer finden nicht immer sofort Käufer. Für Suchende mit offenem Kopf kann das ein Vorteil sein.
Doch ein Gebrauchtkauf ist bei der Niken kein normaler MT-09-Kauf. Man muss sich den Vorderbau genau ansehen. Zwei Reifen vorne bedeuten mehr Kosten. Vier Gabelholme bedeuten mehr Bauteile. Die Bremsanlage sitzt links und rechts. Wer langfristig denkt, kalkuliert nicht nur den Kaufpreis, sondern auch den Wartungsaufwand. Dafür bekommt man aber ein Motorrad, das technisch sauber funktioniert und auf der Straße weniger sperrig wirkt, als es im Stand aussieht.

Die Front wirkt nicht nur imposant, sondern bedeutet durch mehr Teile auch höhere Kosten.
Der ideale Niken-Käufer? Jemand, der viel auf Landstraße und Passstraßen fährt, oft bei wechselhaften Bedingungen unterwegs ist und nicht vor jedem Bikertreff erklären muss, warum vorne ein Rad zu viel montiert ist. Oder sagen wir anders: Wer vor dem Eisgeschäft den Längeren ziehen will, nimmt vielleicht eine Panigale. Wer dort Diskussionen starten will, nimmt die Niken.
MV Agusta Stradale 800: Der Tourer mit Supermoto-Blut
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Die MV Agusta Stradale 800 kam 2015 auf den Markt und ist im Grunde MVs Versuch, die wilde Rivale-Plattform reisetauglicher zu machen. Die Rivale war ein Supermoto-Naked-Crossover, also ein Motorrad aus jener Schublade, in der auch Aprilia Dorsoduro oder Ducati Hypermotard wohnen. MV nahm diese Basis und machte daraus etwas, das nach Tourer aussehen sollte, aber nie seine Herkunft verstecken kann.

Und das merkt man sofort. Die Sitzposition ist extrem weit vorne, der Abstand zwischen Sitz und Lenker sehr kurz. Martin beschreibt sie als stark supermotorlastig. Wer von einem klassischen Straßenmotorrad oder Tourer kommt, sitzt hier erst einmal ungewohnt. Man hängt vorne am Motorrad, nah am Lenker, nah am Geschehen. Das macht die Stradale quirlig, lebendig und beim Rangieren leichtfüßig. Es macht es aber auch schwieriger, Vertrauen zum Vorderrad aufzubauen. Die Stradale braucht einen Reifen, der beruhigend wirkt und das Motorrad stabiler macht. Dann würde die eigenwillige Ergonomie weniger negativ auffallen. Ein klassischer Gebrauchtkauf-Hinweis, der in keiner Anzeige steht: Der Reifen kann bei so einem Motorrad entscheiden, ob es nervös oder genial wirkt.
Tourenausstattung auf Italienisch
Ganz serienmäßig steht die Stradale 800 schon speziell da. Handguards mit integrierten Blinkern schützen die Hände leicht, sind aber im Falle eines Umfallers auch der erste teure Kontaktpunkt. Das verstellbare Windschild bietet ordentlichen, aber nicht luxuriösen Windschutz. Komplett aus dem Wind genommen wird man nicht, doch auf der Autobahn ist die Stradale deutlich angenehmer als ein vergleichbares Naked Bike. 200 km/h sind auf der deutschen Autobahn erstaunlich entspannt möglich. Keine groben Verwirbelungen, keine große Unruhe. Für ein Motorrad, das optisch eher nach Funbike mit Reisedrang aussieht, ist das eine starke Ansage. Meter machen geht also. Nur auf die Art, wie MV es eben macht: nicht im Wohnzimmer-Sessel, sondern mit gespannter Körperhaltung und einem Dreizylinder, der gern Drehzahl sieht.

Eine Hecklösung, die man so selten sieht.
Ein echtes Kuriosum sind die serienmäßigen Seitentaschen. Sie verdecken die Rücklichter, also hat MV die Rückleuchten gleich in das Koffersystem integriert. Mit Kabel, Anschluss und Leuchten weit außen. Von hinten sieht das eigen aus, fast ein wenig unförmig für ein so elegantes italienisches Motorrad. Von rechts betrachtet entschädigt die Stradale dafür mit Einarmschwinge und dem klassischen Triple-Auspuff. Vor dem Eisgeschäft punktet sie also trotzdem. Nur vielleicht nicht direkt von hinten.
Bedienung, Elektronik und italienische Unvernunft
Bei der Yamaha ist die Bedienung vergleichsweise simpel und nahe an dem, was man von Yamaha kennt. Bei der MV wird es italienischer. Fahrmodi, ABS und Traktionskontrolle lassen sich konfigurieren, doch der Weg durch das kleine LC-Display braucht Übung. Die Knöpfe hinter Gummiabdeckungen wirken nicht besonders elegant und könnten mit den Jahren genau jener Punkt sein, an dem man das Alter zuerst erkennt.
Spannend ist aber, wie unvernünftig die Stradale aus heutiger Sicht wirkt. Bei modernen Motorrädern springt nach dem Neustart meist wieder der brave Standardmodus an. Alles sicher, alles normgerecht, alles kontrolliert. Die Stradale aus 2015 merkt sich dagegen auch einmal, dass die Traktionskontrolle ausgeschaltet war. Gestern Spaßmodus, heute Früh noch immer Spaßmodus. Pädagogisch vielleicht fragwürdig, fahrerisch durchaus charmant.

Sind die Helferlein einmal aus, bleiben sie es auch.
Und ja, die Stradale kann Spaß. Das hintere ABS lässt sich deaktivieren, was in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist. Damit öffnet sie die Tür zurück in Richtung Supermoto. Beim Anbremsen spielen, das Heck lockern, das Motorrad frei bewegen – genau dort zeigt sie ihre positive Seite. Sie ist kein braver Tourer, der zufällig gut aussieht. Sie ist ein Funbike, dem MV Koffer und Windschild verpasst hat.
Motor und Getriebe der Stradale
Auch die MV trägt einen Dreizylinder, hier mit 798 cm³ und ebenfalls rund 115 PS. Auf dem Papier klingt das nach Augenhöhe mit der Yamaha. In der Praxis fährt es sich komplett anders. Die Stradale braucht Drehzahl. Die Spitzenleistung liegt hoch an. Wer den Hahn aufdreht und den Motor arbeiten lässt, bekommt Vortrieb. Wer von unten heraus satten Punch erwartet, vermisst etwas. Genau das passt nicht ganz perfekt zum Konzept. Eine supermotorlastige Ergonomie schreit eigentlich nach Schub aus dem Keller. Kurve anbremsen, umlegen, früh ans Gas, rausdrücken. Doch der MV-Dreizylinder will mehr Drehzahl sehen, bevor er richtig sprintet. Das macht Spaß, aber es verlangt Einsatz. Eine gemütliche Reisebegleiterin ist sie damit nur bedingt.
Auch das Getriebe verdient Kritik. Die Schaltvorgänge fallen knochig aus, der Leerlauf ist nicht immer leicht zu finden.
Gebrauchtkauf MV Agusta Stradale 800: Emotion mit Hausaufgaben
Die Stradale 800 ist selten, eigenständig und optisch ein Ereignis. Aber gerade deshalb verlangt sie beim Gebrauchtkauf mehr Aufmerksamkeit als ein japanischer Bestseller. Die Handguards mit integrierten Blinkern sollte man genau auf Sturzspuren prüfen. Die Seitentaschen samt Rücklichtintegration müssen vollständig, funktionsfähig und sauber verkabelt sein. Fehlt hier etwas oder wurde gebastelt, wird aus einem charmanten Detail schnell ein teurer Nervpunkt.
Auch das Bedienkonzept und die Gummitaster verdienen einen genauen Blick. Beim Testmotorrad war alles schön in Schuss, doch gerade solche Stellen verraten oft, wie ein Motorrad behandelt wurde. Dazu kommen Reifenwahl, Schaltgefühl, Leerlauffindung und der allgemeine Zustand. Preislich bewegt sich die Stradale wie die Niken ungefähr im Bereich um 10.000 Euro, je nach Zustand und Angebot. Der Unterschied: Bei der Yamaha kauft man eine mutige Großserien-Idee eines japanischen Herstellers. Bei der MV kauft man eine kurze, italienische Spezialität.
Neue und gebrauchte Tourer am 1000PS Gebrauchtmarkt
Wer jetzt Lust auf einen außergewöhnlichen Tourer bekommen hat, sollte einen Blick auf den 1000PS Gebrauchtmarkt werfen. Dort finden sich nicht nur exotische Modelle wie die Yamaha Niken oder die MV Agusta Stradale 800, sondern auch zahlreiche weitere Reisebikes abseits des Mainstreams – vom komfortablen Kilometerfresser bis zum sportlichen Kurvenräuber mit Gepäckoption. Mit etwas Geduld lässt sich so genau jenes Motorrad entdecken, das nicht an jeder Ecke steht und trotzdem perfekt zur nächsten großen Tour passt. Neue und gebrauchte Motorräder am 1000PS Gebrauchtmarkt finden.
Reisequalität: Vertrauen gegen Feuerwerk
Welche reist besser? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was man unter Reisen versteht. Die Niken ist das Motorrad, das Ruhe in den Kopf bringt. Schlechter Asphalt, Fahrbahnmarkierungen, wechselhaftes Wetter – genau dort arbeitet ihr Konzept. Man sitzt ordentlich, kann sie mit Gepäck ausstatten und bekommt einen bekannten Yamaha-Dreizylinder. Ihr Problem ist nicht die Funktion, sondern die Akzeptanz. Viele Motorradfahrer wollten dieses Konzept einfach nicht.
Die Stradale reist anders. Sie schützt besser als ein Naked Bike, fährt auch auf der Autobahn angenehm und bringt serienmäßige Koffer mit. Gleichzeitig bleibt sie supermotorlastig, lebendig und ein wenig unrund in ihrer Idee. Sie ist nicht der Tourer, der einen möglichst entspannt ans Meer trägt. Sie ist eher das Motorrad, das schon beim Tanken eine Geschichte erzählen will und auf der Passstraße den Schalk im Nacken trägt.
Im Winkelwerk wird die Stradale leichter und spielerischer wirken, sofern Reifen und Fahrer zusammenpassen. Die Niken hält dagegen mit Ruhe, Stabilitätsgefühl und technischer Gelassenheit. Bei langen, schlechten, nassen oder wechselhaften Etappen würde ich eher zur Yamaha greifen. Bei der kurzen Feierabendrunde mit Reisegepäck-Fantasie hätte die MV die besseren Chancen, einem das Lachen unterm Helm zu entlocken.
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MV Agusta Stradale 800 2015 - Erfahrungen und Expertengutachten
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Die MV Agusta Stradale 800 ist kein klassischer Tourer. Sie ist ein Funbike mit Reiseelementen, ein Supermoto-Tourer mit italienischem Größenwahn und genau deshalb reizvoll. Die Ergonomie ist speziell, der Motor braucht Drehzahl, das Getriebe kann knochig wirken und das Bedienkonzept verlangt Gewöhnung. Doch wenn man sich darauf einlässt, bekommt man ein seltenes Motorrad mit Charakter, Einarmschwinge, Triple-Auspuff, serienmäßigen Seitentaschen und einer Portion Unvernunft, die moderne Motorräder oft nicht mehr haben.
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Yamaha Niken 2018 - Erfahrungen und Expertengutachten
Der Horvath
Die Yamaha Niken ist ein Motorrad, das viele zu früh beurteilt haben. Ja, sie sieht eigen aus. Ja, sie ist schwer. Ja, die Front kostet im Long Run mehr Aufmerksamkeit als ein normales Motorrad. Aber sie funktioniert. Sie fährt überraschend motorradähnlich, bietet eine gute Ergonomie und schafft Vertrauen, wo andere Motorräder den Fahrer stärker arbeiten lassen. Gerade gebraucht wird sie interessant, weil der kleine Markt und die überschaubare Nachfrage die Preise drücken können.
Gebrauchte Reise Exoten: Yamaha Niken und MV Stradale im Test Bilder
Quelle: 1000PS





















