Warum nicht gleich so? Kawasaki Z650 S Test 2026

Warum nicht gleich so? Kawasaki Z650 S Test 2026

Deshalb macht die neue Z650 S endlich alles richtig

Die Kawasaki Z650 gehört seit Jahren zu den Bestseller-Naked-Bikes. 2026 kommt sie als Z650 S mit neuer Ergonomie, moderner Technik und frischem Design. Doch wie gut ist das Update wirklich? Wir haben sie im Alltag und auf der Landstraße getestet.

Der Horvath

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Veröffentlicht am 20.3.2026

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Die Mittelklasse der Naked Bikes zählt seit Jahren zu den wichtigsten Segmenten am Motorradmarkt. Hier entscheiden sich viele Einsteiger, Wiedereinsteiger und Alltagsfahrer für ihr Bike – entsprechend hoch sind die Anforderungen: leicht fahrbar, leistbar, vielseitig und dennoch emotional genug, um Spaß zu machen. Kawasaki schickt mit der Z650 S 2026 eine überarbeitete Version seines Dauerbrenners ins Rennen, die genau hier ansetzen soll.

Einordnung: Ein echtes Erfolgsmodell

Die Z650-Familie ist für Kawasaki seit Jahren ein absoluter Verkaufsgarant. 2025 belegte die Z650 in Deutschland Platz drei der meistverkauften Motorräder, in Österreich lag sie sogar auf Rang zwei der Naked Bikes. Das zeigt einmal mehr: Nicht die extremen High-Performance-Motorräder dominieren den Markt, sondern einfache, zugängliche und gut funktionierende Konzepte. Genau in diese Kerbe schlägt auch die neue Z650 S.

Sie gesellt sich zur normalen Z650 - also ohne S - vorerst ins Programm. Der Fokus liegt also klar auf der neuen Z650 S.

Bekannter Motor, bewährte Stärken

Im Herzen der Z650 S arbeitet weiterhin der bekannte 649 cm³ Reihenzweizylinder mit 68 PS und 64 Nm Drehmoment – und das ist auch gut so. Denn der Motor überzeugt nach wie vor mit seiner unkomplizierten Art. Die Leistungsentfaltung ist sauber, linear und völlig frei von Überraschungen. Besonders im unteren und mittleren Drehzahlbereich fühlt sich der Twin am wohlsten, hier liefert er genau das, was man im Alltag und auf der Landstraße braucht. Wer ihn bis in hohe Drehzahlen ausdreht, wird hingegen kaum mit zusätzlicher Leistung belohnt – notwendig ist das aber ohnehin nicht.

Bewährt: Der Antriebsstrang der Z650 S.

Emotional ist der Motor nicht, dafür funktioniert er einfach. Die Gasannahme ist sanft, berechenbar und angenehm – Fahrmodi vermisst man hier nicht. Trotz klassischem Kabelgas statt Ride-by-Wire wirkt das Setup stimmig und ausgereift.

Neu ist die Möglichkeit eines Quickshifters (Aufpreis circa 280 Euro). Im Test funktionierte dieser ab mittleren Drehzahlen gut, zeigte sich im unteren Bereich jedoch etwas ruppig. Dennoch: Ein willkommenes Feature in dieser Klasse.

Kawasaki Z650 S Ergonomie: Der größte Fortschritt

Der wohl wichtigste Schritt der Z650 S liegt in der überarbeiteten Ergonomie – und der ist deutlich spürbar. Lenker, Sitzbank und Fußrasten wurden neu positioniert. Der Lenker sitzt weiter vorne, höher und breiter, die Sitzhöhe liegt nun bei 805 mm. Das Ergebnis: Die Z650 S wirkt deutlich erwachsener.

Gerade Fahrer ab 1,75 m Körpergröße fühlen sich nun deutlich besser integriert als beim Vorgänger. Die Sitzposition ist leicht nach vorne orientiert, bleibt aber klar im komfortablen Naked-Bike-Bereich. Trotz höherer Sitzbank bleibt der Bodenkontakt problemlos. Der tief gezogene Rahmen sorgt dafür, dass man jederzeit sicher steht – ein klarer Pluspunkt im Alltag.

Unterm Strich: Die Z650 S ist jetzt für eine deutlich breitere Zielgruppe geeignet, ohne ihre Zugänglichkeit zu verlieren.

Stadtverkehr: Leicht, unkompliziert, stressfrei

Im urbanen Umfeld spielt die Z650 S ihre größten Stärken aus. Kawasaki positioniert sie bewusst als Alltags- und Pendelmotorrad – und genau hier überzeugt sie. Das Motorrad lässt sich extrem leichtfüßig bewegen, die Bedienung ist intuitiv. Besonders positiv fällt die Kupplung auf: leichtgängig, gut dosierbar und perfekt für Stop-and-Go-Verkehr.

Sowohl Brems- als auch Kupplungshebel sind einstellbar - keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse.

Die schmale Taille und die zugängliche Sitzhöhe erleichtern das Rangieren und Anhalten zusätzlich. Das sanfte Ansprechverhalten des Motors verhindert jede Form von Ruppigkeit. Das Ergebnis: Ein Motorrad, das im Stadtverkehr nicht anstrengt, sondern einfach funktioniert.

Landstraße mit der Z650 S: Spielerisch und überraschend gut

Auf der Landstraße zeigt sich, warum die Z650 seit Jahren so erfolgreich ist. Der Motor zieht auch aus niedrigen Drehzahlen sauber durch, wodurch man angenehm schaltfaul unterwegs sein kann. In Kombination mit dem geringen Gewicht von 190 kg fahrfertig und dem 160er-Hinterreifen ergibt sich ein extrem leichtfüßiges Handling.

Auf der richtigen Straße braucht es nicht viel Leistung.

Die Z650 S lässt sich spielerisch durch Kurven bewegen, wirkt agil und zugänglich. Die überarbeitete Ergonomie unterstützt dieses Gefühl zusätzlich. Gerade auf kurvigen Strecken macht das Motorrad richtig Spaß – nicht durch extreme Performance, sondern durch seine Einfachheit. Oft stellt sich dabei der Gedanke ein: Mehr Motorrad braucht es eigentlich gar nicht.

Fahrwerk und Bremsen: Solider Kompromiss

Fahrwerk und Bremsen sind klar auf den Einsatzzweck abgestimmt. Die Komponenten bieten einen gelungenen Kompromiss aus Alltagstauglichkeit und moderater Sportlichkeit. Die Bremsanlage mit 300-mm-Doppelscheiben vorne ist gut dosierbar, verzichtet aber bewusst auf übertriebene Schärfe. Das Fahrwerk arbeitet komfortabel, zeigt jedoch bei sehr sportlicher Gangart leichte Schwächen. Unebenheiten in Schräglage können das Motorrad etwas unruhig machen.

Angesichts von Preis und Ausrichtung geht das Setup aber völlig in Ordnung.

Die Telegabel wirkt optisch nicht gerade sportlich, funktioniert aber.

Ausstattung & Design: Jetzt auf der Höhe der Zeit

Optisch orientiert sich die Z650 S stärker denn je an der großen Z-Familie. Das Sugomi-Design wirkt moderner und aggressiver, der neue dreiteilige LED-Scheinwerfer sorgt für einen markanten Auftritt. Das 4,3-Zoll-TFT-Display bringt die Z650 endgültig ins Hier und Jetzt. Smartphone-Anbindung via Rideology-App und moderne Anzeigen erhöhen die Alltagstauglichkeit.

Das 4,3 Zoll große Farb-TFT-Display erhielt ein Update für die S-Version.

Mit Features wie Traktionskontrolle und optionalem Quickshifter ist die Ausstattung nun zeitgemäß, ohne überladen zu wirken.

Kawasaki Z650 S 2026: Preis und Positionierung

Mit einem Preis von 7.899 Euro (Österreich inkl. NoVA und MwSt.) und 7.970 Euro in Deutschland (inkl. Überführung) bleibt die Z650 S attraktiv positioniert. Sie richtet sich klar an Einsteiger, Wiedereinsteiger und all jene, die ein unkompliziertes Naked Bike suchen.

Bekleidung: Preisbewusst und alltagstauglich unterwegs

Passend zum fair kalkulierten Gesamtpaket der Kawasaki Z650 S fiel auch die Wahl der Bekleidung bewusst auf preislich attraktive, aber funktionale Produkte aus dem Louis-Sortiment. Mit dem Nishua NTX-4 Evo Thunder Integralhelm sowie kompletter Ausstattung von Vanucci – bestehend aus Lederjacke, Jeans, Stiefeln und Handschuhen – ergibt sich ein stimmiges Setup für Alltag und Tour.

Die Louis Bekleidung:

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Der Horvath

Kawasaki Z650 S 2026 - Erfahrungen und Expertengutachten

Der Horvath

Die Kawasaki Z650 S 2026 ist genau die Weiterentwicklung, die sich viele gewünscht haben. Ohne das bewährte Grundkonzept zu verändern, hat Kawasaki an den richtigen Stellschrauben gedreht. Vor allem die neue Ergonomie macht einen spürbaren Unterschied und hebt das Motorrad auf ein neues Niveau – sowohl für größere Fahrer als auch im Alltag. Unterm Strich ist die Z650 S kein spektakuläres, aber ein extrem stimmiges Motorrad – und genau das macht sie so erfolgreich. Mehr braucht es in dieser Klasse oft wirklich nicht.


Sehr zugänglicher, sanft ansprechender Motor

Starke Performance im unteren und mittleren Drehzahlbereich

Deutlich verbesserte Ergonomie, auch für größere Fahrer geeignet

Sehr leichtes, spielerisches Handling

Hoher Alltagskomfort und einfache Bedienbarkeit

Gut dosierbare Kupplung, ideal für Stadtverkehr

Moderne Ausstattung mit TFT-Display und Traktionskontrolle

Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis

Motor wenig emotional, obenrum kaum Leistungszuwachs

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Warum nicht gleich so? Kawasaki Z650 S Test 2026 Bilder

Quelle: 1000PS

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