Moto Morini X-Cape 1200: Anniversary kommt 2027

Jubiläumsedition mit Gepäckset und zusätzlichem Schutz

Zum 90-jährigen Markenjubiläum ist eine Sonderausführung mit weiß-roter Lackierung, goldfarbenen Speichenrädern und zusätzlicher Reiseausstattung angekündigt. Die Basis bietet einen 129 PS starken V2, Tempomat und einen radarüberwachten Totwinkelassistenten.

by Vicky_1000PS on 06.11.2026

Die X-Cape 1200 steht an der Spitze des Adventure-Angebots von Moto Morini. Für 2027 kündigt der Hersteller die Anniversary an, eine Sonderausführung zum 90-jährigen Bestehen der Marke. Sie ergänzt die reguläre Baureihe um eine eigene Gestaltung und zusätzliche Ausstattung für Reisen.

Moto Morini X-Cape 1200: Anniversary für 2027

Die Jubiläumsausführung erinnert an die Markengeschichte von 1937 bis 2027. Erstmals kommt bei der X-Cape 1200 eine weiß-rote Zweifarblackierung zum Einsatz. Seitliche Jubiläumsgrafiken und goldfarbene Speichenräder kennzeichnen die Anniversary.

Die X-Cape 1200 Anniversary für 2027 zeigt sich in Weiß und Rot mit goldfarbenen Speichenrädern und dreiteiligem Gepäckset.

Zum angekündigten Ausstattungsumfang gehören ein dreiteiliges Gepäckset, ein vergrößertes Windschild, Schutzbügel und ein eigener Aluminium-Unterfahrschutz. Die Markteinführung ist im Laufe des Jahres 2027 vorgesehen. Einen konkreten Termin und den Preis will Moto Morini später bekannt geben.

Moto Morini X-Cape 1200: V2 mit 1.187 cm³

Im Zentrum steht der flüssigkeitsgekühlte Viertakt-V2 Corsa Corta EVO mit 87 Grad Zylinderwinkel und 1.187 cm³ Hubraum. Bohrung und Hub betragen 107 beziehungsweise 66 mm, die Verdichtung liegt bei 12,3:1. Die Einspritzung stammt von Magneti Marelli, der Motor erfüllt Euro 5+.

Der Corsa-Corta-EVO-V2 sitzt oberhalb des Unterfahrschutzes in der Rahmenkonstruktion.

Moto Morini nennt 129 PS bei 8.750 U/min und 106 Nm bei 7.000 U/min. Zur kW-Angabe ist die Pressemitteilung widersprüchlich: Im Fließtext stehen 95 kW, im technischen Datenblatt 92 kW, jeweils neben 129 PS. Ein eindeutiger kW-Wert lässt sich daraus nicht übernehmen. Der Hersteller beschreibt eine kräftige Drehmomentabgabe bei niedrigen Drehzahlen und einen progressiven Leistungsverlauf. Drei Fahrmodi sollen die Motorreaktion an unterschiedliche Situationen anpassen. Ein bidirektionaler Quickshifter und eine Anti-Hopping-Kupplung ergänzen den Antrieb.

Moto Morini X-Cape 1200: Fahrwerk und Bremsen

Die Rahmenkonstruktion kombiniert Aluminium und Stahl, die Schwinge besteht aus Aluminium. Kayaba liefert eine voll einstellbare 48-mm-Upside-down-Gabel und ein über eine progressive Umlenkung angelenktes Zentralfederbein mit fernverstellbarer Federvorspannung. Vorne und hinten stehen jeweils 180 mm Federweg zur Verfügung.

Die Nahaufnahme zeigt das gespeichte Vorderrad und die vordere Bremsanlage mit Brembo-Sattel.

Die tangential gespeichten Räder messen vorne 19 und hinten 17 Zoll. Montiert sind Pirelli Scorpion Trail 3 in den Dimensionen 120/70-R19 und 170/60-R17. Moto Morini sieht das Motorrad sowohl für Straßen als auch für unterschiedliche unbefestigte Strecken vor. Wie sich diese Auslegung in der Praxis bewährt, geht aus einer Modellvorstellung nicht hervor. Vorne verzögern zwei 320-mm-Bremsscheiben mit Brembo-Monoblocksätteln. Hinten arbeitet eine 280-mm-Scheibe mit Festsattel. Das Bosch-Kurven-ABS lässt sich im Offroad-Modus am Hinterrad abschalten. Die Traktionskontrolle bietet drei Stufen und kann ebenfalls deaktiviert werden. Eine Reifendrucküberwachung gehört zur Ausstattung.

Moto Morini X-Cape 1200: Komfort und Assistenz

Das 7-Zoll-TFT-Display verfügt über ein integriertes Navigationssystem. Serienmäßig nennt Moto Morini außerdem Sitzheizung, Heizgriffe, Handprotektoren, Tempomat, ein verstellbares Windschild und einen Hauptständer. USB- und USB-C-Anschlüsse sowie eine nach vorne gerichtete Kamera ergänzen die Ausstattung.

Der Blick auf den Fahrerplatz zeigt das TFT-Display, die Lenkerarmaturen und das Windschild.

Ein Kurvenlicht soll die Innenseite von Kurven ausleuchten. Das radarbasierte Blind Spot Monitoring überwacht den Bereich hinter dem Motorrad und soll beim Überholen oder Spurwechsel vor anderen Fahrzeugen im schlechter einsehbaren Umfeld warnen. Die Sitzhöhe beträgt 840 mm. Auch bei der Gestaltung von Soziussitz, Fußrasten und Haltegriffen habe Moto Morini auf Langstreckenkomfort geachtet. Der hintere Aluminium-Haltegriff ist mit der Gepäckbrücke verbunden. Entworfen und entwickelt wurde die X-Cape 1200 laut Hersteller in Italien, durch das eigene Designzentrum und die Entwicklungsabteilung. Zur Gestaltung gehören ein ausgeformter Tank und sportlich gezeichnete Verkleidungsflächen.

Moto Morini X-Cape 1200: Technische Daten

Die Werte der folgenden Tabelle stammen aus der Pressemitteilung. Bei den 263 kg handelt es sich um ein Trockengewicht, nicht um eine fahrfertige Gewichtsangabe.

MerkmalHerstellerangabe
MotorFlüssigkeitsgekühlter Viertakt-V2, 87 Grad
Hubraum1.187 cm³
Bohrung × Hub107 × 66 mm
Verdichtung12,3:1
Leistung129 PS bei 8.750 U/min, kW-Angaben in der Quelle widersprüchlich
Drehmoment106 Nm bei 7.000 U/min
Höchstgeschwindigkeit220 km/h
AbgasnormEuro 5+
Rahmen / SchwingeAluminium und Stahl / Aluminium
Radstand1.550 mm
Sitzhöhe840 mm
Bodenfreiheit190 mm
Tankvolumen24,5 Liter
Trockengewicht263 kg
Federweg vorne / hinten180 / 180 mm
Felgen vorne / hinten3,5 × 19 Zoll / 4,5 × 17 Zoll
Reifendimension vorne / hinten120/70-R19 / 170/60-R17

Moto Morini X-Cape 1200: Preis und Farben

Die reguläre X-Cape 1200 wird in Artic White, Energy Red und Viper Black angeboten. Die Pressemitteilung nennt einen Preis von 12.990 Euro mit der Kennzeichnung FC. Sie erläutert diese Preiskennzeichnung nicht und weist den Betrag keinem deutschen oder österreichischen Markt ausdrücklich zu. Ein bestätigter Endpreis für diese Märkte lässt sich daraus daher nicht ableiten.

Viper Black gehört neben Artic White und Energy Red zu den regulären Farbvarianten der X-Cape 1200.

Für die X-Cape 1200 Anniversary des Modelljahres 2027 ist noch kein Preis genannt. Auch die genauere Verfügbarkeit soll erst später bekannt gegeben werden.

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VICKY_1000PS