Ducati DesertX 2026 - neue Generation mit 890er V2 präsentiert

Mehr Offroad-Fokus mit neuem Motor & Chassis - Gewicht überrascht

Die Ducati DesertX startet in die zweite Generation. Neuer 890er V2, überarbeitetes Chassis und modernes Elektronikpaket schärfen den Offroad-Anspruch, das Gewicht überrascht jedoch!

by Poky on 25.02.2026

Ducati DesertX 2026 - konsequent neu gedacht

Mit der ersten DesertX ist Ducati in das Segment der ernstzunehmenden Offroad-Reiseenduros eingestiegen. Das 21-Zoll-Vorderrad hat von Beginn an klar gezeigt, dass hier der Geländeeinsatz im Fokus steht.

Die neue Ducati DesertX 2026 ist das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit und intensiver Einsätze auf anspruchsvollem Terrain, unter anderem bei Veranstaltungen wie dem Erzbergrodeo. Ziel war es, die Offroad-Performance weiter zu steigern und gleichzeitig die typische Ducati-Fahrfreude auf der Straße zu erhalten. Das Motorrad wurde von Grund auf neu konstruiert und konsequent um den neuen Ducati V2 aufgebaut.

Neuer 890 cm³ V2 mit IVT-System - Gewicht der DesertX 2026 bleibt annähernd gleich

Im Zentrum der Ducati DesertX arbeitet der neue 890 Kubikzentimeter große V2-Motor. Das Aggregat verfügt über das IVT-System mit variabler Einlasssteuerzeit. Dieses System sorgt über das gesamte Drehzahlband für eine gleichmäßige Leistungsentfaltung und eine direkte Gasannahme, wie unsere Erfahrungen belegen. Ducati bezeichnet ihn als den leichtesten Zweizylinder mit vier Ventilen pro Zylinder, den das Unternehmen bislang produziert hat. Insofern verwundert es, dass das seitens Ducati angegebene Gewicht der DesertX 2026 mit 209kg ohne Kraftstoff nur 1 kg unter dem der Vorgängerin liegen soll.

Die Leistung beträgt 110 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 92 Nm. 70 Prozent des maximalen Drehmoments stehen bereits bei 3.000 Umdrehungen zur Verfügung. Das sorgt für einen bauchigen Verlauf im unteren und mittleren Drehzahlbereich, was gerade im technischen Gelände für kontrollierbaren Vortrieb wichtig ist.

Die Getriebeabstufung ist klar auf den Einsatzzweck ausgelegt. Die ersten vier Gänge sind kürzer übersetzt, um Hindernisse präzise zu überwinden. Der sechste Gang ist länger ausgelegt und senkt Drehzahl und Verbrauch auf schnellen Etappen. Die Wartungsintervalle liegen bei 45.000 Kilometern für die Ventilspielkontrolle sowie bei 15.000 Kilometern beziehungsweise zwei Jahren für den Ölwechsel.

Monocoque-Rahmen und Kayaba-Fahrwerk

Das Chassis der Ducati DesertX basiert auf einem Monocoque-Rahmen, der den Motor als tragendes Element nutzt und gleichzeitig als Airbox dient. Diese Bauweise sorgt für eine kompakte Konstruktion und hohe Steifigkeit. Durch die neue Positionierung der Airbox ist der Luftfilter leichter zugänglich, was bei Offroad-Einsätzen praktisch ist. Die Front baut um 20 mm niedriger als beim Vorgänger.

Am Heck kommt ein Gitterrohrrahmen zum Einsatz, die Aluminium-Schwinge wurde speziell für die DesertX entwickelt und ist auf Robustheit ausgelegt.

Vorne arbeitet eine 46-Millimeter-Kayaba-Upside-down-Gabel. Sie soll sensibel ansprechen, Unebenheiten effektiv absorbieren und bietet getrennte hydraulische Einstellmöglichkeiten an beiden Holmen. Hinten kommt ein Federbein mit progressiver Umlenkung zum Einsatz. Diese Bauweise soll Komfort und Traktion im Gelände verbessern. Das Fahrwerk will Ducati so ausgelegt haben, dass es Einsteigern Stabilität bietet und erfahrenen Offroad-Fahrern genügend Reserven für sportliche Gangart liefert.

Die DesertX 2026 setzt auf Brembo-Bremsanlage mit Offroad-Fokus

Die Bremsanlage stammt von Brembo. Vorne arbeiten M4.32-Monoblock-Sättel in Kombination mit neuen 305-Millimeter-Scheiben. Eine axial betätigte Bremspumpe mit neu gestaltetem Hebel soll die Dosierbarkeit im Gelände verbessern und gleichzeitig für ausreichende Verzögerung auf der Straße sorgen.

Das neue Bremssystem ermöglicht zudem die Montage eines hohen Frontkotflügels ohne zusätzliche Kits. Damit bleibt die DesertX auch bei Schlamm und losem Untergrund funktional.

Ergonomie und Tankkonzept DesertX 2026

Die Ergonomie ist klar offroad-orientiert. Ein breiter Lenker, eine schmale Silhouette im Kniebereich und eine neu definierte Ergonomietriangel mit weiter hinten positionierten Fußrasten sorgen für eine aktive Fahrposition. Sitzbank und Lenker sind weiter nach vorne gerückt, wodurch mehr Druck auf das Vorderrad aufgebaut werden kann.

Der 18-Liter-Polymer-Tank ist schlanker und leichter konstruiert. Das Kraftstoffvolumen ist tief positioniert, was den Schwerpunkt absenkt und das Handling verbessert. Schutzpads am Tank erhöhen die Widerstandsfähigkeit bei Umfallern im Gelände.

Die Sitzhöhe beträgt 880 Millimeter. Mit tieferer Sitzbank und entsprechendem Fahrwerkskit lässt sie sich auf 840 Millimeter reduzieren.

Elektronik mit 6-Achsen-IMU und Rally-Modus

Die Ducati DesertX verfügt über ein Elektronikpaket auf Basis einer 6-Achsen-Inertialplattform. Diese erfasst Roll-, Nick- und Gierbewegungen in Echtzeit und steuert Cornering ABS, Ducati Traction Control, Ducati Wheelie Control sowie Engine Brake Control.

Sechs Riding Modes stehen zur Verfügung: Sport, Touring, Urban, Wet, Enduro und Rally. Jeder Modus ist spezifisch abgestimmt und kann individuell angepasst werden. Das Cornering ABS arbeitet mit vier Stufen und lässt sich in den Modi Enduro und Rally deaktivieren.

Der Ducati Quick Shift 2.0 kommt ohne externe Sensoren aus und ist dadurch weniger anfällig für Schmutz und mechanische Einflüsse.

Die Anzeige erfolgt über ein neues 5-Zoll-TFT-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln - jetzt im Querformat und nicht wie beider Vorgängerin im Hochformat, was weniger Rally-Flair aufkommen lassen dürfte. Drei Info Modes - Road, Road Pro und Rally - stellen je nach Einsatz die relevanten Informationen in den Vordergrund. Die Bedienung erfolt über einen neuen Joystick. Im Rally-Modus wird das Display um eine Tripmaster-Funktion erweitert. Zwei USB-Anschlüsse sind serienmäßig verbaut.

Räder, Reifen und Zubehör

Vorne rollt die Ducati DesertX auf einem 21-Zoll-Tubeless-Speichenrad, hinten kommt ein 18-Zoll-Rad zum Einsatz. Serienmäßig sind Pirelli Scorpion Rally Street in den Dimensionen 90/90 vorne und 150/70 hinten montiert. Durch die Dreifach-Homologation sind alternative Reifenlösungen möglich.

Im Ducati Performance Programm stehen zahlreiche Zubehörteile zur Verfügung. Dazu zählen ein hinterer Zusatztank mit acht Litern zusätzlichem Volumen, Aluminiumkoffer mit speziellen Trägern, ein Softbag-Kit in Zusammenarbeit mit Mosko Moto sowie Schutzkomponenten wie Kühlergitter und Sturzbügel. Elektronische Erweiterungen wie das Ducati Multimedia System und eine Turn-by-Turn-Navigation sind ebenfalls erhältlich. Für sportlich orientierte Fahrer gibt es einen zugelassenen Termignoni-Schalldämpfer mit Titanhülsen und Carbon-Endkappen.

Verfügbarkeit und Version

Die Ducati DesertX 2026 kommt im April 2026 nach Europa. Für Inhaber der Führerscheinklasse A2 wird eine auf 35 kW begrenzte Version angeboten.

Erhältlich ist das Modell in der Farbe Matt Star White Silk.

FAQ zur Ducati DesertX 2026

Wie viel Leistung hat die Ducati DesertX 2026? Die Ducati DesertX 2026 leistet 110 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 92 Nm.

Welchen Hubraum hat die Ducati DesertX 2026? Der V2-Motor der Ducati DesertX 2026 hat 890 cm³ Hubraum.

Wie hoch ist die Sitzhöhe der Ducati DesertX 2026? Die Sitzhöhe beträgt 880 mm und kann auf 840 mm reduziert werden.

Wie groß ist der Tank der Ducati DesertX 2026? Der Haupttank fasst 18 Liter, optional ist ein zusätzlicher 8-Liter-Hecktank erhältlich.

Welche Wartungsintervalle gelten für die Ducati DesertX 2026? Die Ventilspielkontrolle erfolgt alle 45.000 km, der Ölwechsel alle 15.000 km oder zwei Jahre.

Welche Fahrmodi bietet die Ducati DesertX 2026? Sport, Touring, Urban, Wet, Enduro und Rally stehen serienmäßig zur Verfügung.

Welche Radgrößen verwendet die Ducati DesertX 2026? Vorne 21 Zoll, hinten 18 Zoll.

Ist die Ducati DesertX 2026 A2-tauglich? Ja, es gibt eine auf 35 kW begrenzte Version.

Welches Display ist verbaut? Ein 5-Zoll-TFT-Display mit 800 x 480 Pixeln und drei Info Modes.

Ab wann ist die Ducati DesertX 2026 erhältlich? Die Markteinführung in Europa erfolgt im April 2026.

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POKY