Die Sache mit billigem Sichtcarbon ist, dass zwischen dem perfekt ausgeleuchteten Foto im Onlineshop und dem Teil, das später tatsächlich zu Hause ankommt, mitunter ein ziemlich großer Unterschied liegen kann. Fasern laufen plötzlich nicht mehr stimmig zusammen, Kanten wirken unsauber, Bohrungen sitzen unter Spannung, die Oberfläche zeigt Poren oder der Klarlack offenbart im Sonnenlicht Dinge, die auf dem Produktfoto wohlweislich im Schatten geblieben sind. Ärgerlich, aber wenigstens sichtbar.
Noch heikler wird es dort, wo ein optisch tadelloses Carbonteil keinerlei Rückschluss auf seine tatsächliche Qualität zulässt. Materialaufbau, Harzanteil, Anzahl und Ausrichtung der Lagen, Aushärtung, Beschichtung und letztlich auch die Zulassung lassen sich von außen kaum beurteilen. Genau das haben wir bereits bei unserer 1000PS Betriebsprüfung im Ilmberger-Werk festgestellt: Carbon ist nicht automatisch hochwertig, nur weil das Gewebe hübsch glänzt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt deshalb entweder beim robusten OEM-Kunststoff oder setzt auf einen Hersteller, dessen Material, Fertigungsprozess und Qualitätskontrolle nachvollziehbar sind. Bei Ilmberger Carbon gibt es dafür ziemlich gute Argumente. Welche das sind, wo die Unterschiede tatsächlich liegen und ob der hohe Anspruch auch beim fertigen Produkt ankommt, klären wir in diesem 1000PS Performance Check.

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