Honda CB1000F vs Kawasaki Z900RS – Daten im Vergleich 2026

Honda CB1000F vs Kawasaki Z900RS – Daten im Vergleich 2026

Theoretischer Retro-Vergleich: Honda trifft Kawasaki 2026

Noch vor dem ersten Fahrtest werfen wir einen Blick auf die Fakten: Die Honda CB1000F 2026 und die Kawasaki Z900RS 2026 im theoretischen Vergleich. Zwei Retro-Vierzylinder, die Moderne und Klassik verbinden – auf dem Papier schon jetzt spannend.

Der Horvath

Der Horvath

Veröffentlicht am 12.1.2026

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Retro-Designs erleben im Motorradbau seit Jahren ein starkes Comeback. Mit der Honda CB1000F 2026 und der Kawasaki Z900RS 2026 bringen zwei japanische Hersteller neue, beziehungsweise aktualisierte Vertreter dieser Philosophie auf die Straße. Beide Modelle kombinieren klassische Linien mit moderner Technik - ein spannender Ansatz, den wir hier auf Basis der bekannten Daten theoretisch gegenüberstellen.

Design & Konzept im klassischen Retro Stil

Honda knüpft mit der CB1000F 2026 an die legendäre Bol d’Or-Serie an. Das Retro-Design greift typische Stilmerkmale der 1980er auf: runder LED-Scheinwerfer, klare Linienführung und markante Farbstreifen. Technisch basiert sie auf der Plattform der Hornet 1000, wurde jedoch in mehreren Punkten überarbeitet. Nachhaltige Materialien, wie recycelte Kunststoffteile, runden das Konzept ab.

Die Z900RS 2026 führt das Erbe der Z1 fort. Kawasaki bleibt bei der klassischen Tankform, dem aufrechten Sitzkonzept und dem markanten Megaphon-Auspuff. Für das neue Modelljahr wurden Motor, Elektronik und Ergonomie überarbeitet - das Design bleibt bewusst nah an der Ikone der 1970er-Jahre.

Beide Retro - doch wählen sie andere Linien.

Motor & Antrieb – Fireblade-Basis gegen Z-DNA

In der CB1000F arbeitet ein Reihenvierzylinder mit 999 ccm, der auf der Fireblade von 2017 basiert. 122 PS bei 9.000 U/min und 103 Nm bei 8.000 U/min stehen im Datenblatt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsganggetriebe mit Anti-Hopping-Kupplung. Anpassungen an Ansaugung und Nockenwellen sollen das Drehmoment im mittleren Bereich verbessern.

Auch in der aktuellen Hornet 1000 kommt dieser Vierzylinder zum Einsatz.

Die Z900RS nutzt den bekannten 948-ccm-Vierzylinder, der auf die Z900-Basis zurückgeht, aber überarbeitet wurde. 116 PS bei 9.300 U/min und 98 Nm bei 7.700 U/min versprechen harmonische Leistungsentfaltung. Änderungen an der Kurbelwelle, neuen Nockenwellenprofilen und der Airbox sollen für spontanes Ansprechen und den typischen Z-Klang sorgen.

Fahrwerk & Chassis – Traditionelle Technik, moderne Abstimmung

Beide Motorräder setzen auf Stahlrahmen mit Upside-Down-Gabeln und Zweiarmschwingen aus Aluminium. Auch bei den weiteren Fahrwerksdaten liegen die beiden Retro-Bikes knapp bei einander:

MerkmalHonda CB1000FKawasaki Z900RS
Gabeldurchmesser41 mm41 mm
Gabel Einstellbarkeitvollvoll
Federbein EinstellbarkeitFedervorspannung, ZugstufeFedervorspannung, Zugstufe
Federweg vorne130 mm120 mm
Federweg hinten140 mm140 mm
Radstand1.455 mm1.465 mm
Gewicht fahrbereit214 kg216 kg
Sitzhöhe795 mm835 mm

Elektronik & Assistenzsysteme – Fortschritt in Retro-Optik

Die CB1000F verfügt über eine Sechsachsen-Gyroeinheit zur Steuerung von Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Kurven-ABS. Drei Standard-Fahrmodi und zwei frei konfigurierbare User-Modi stehen zur Verfügung. Über das 5-Zoll-TFT-Display kann zudem das Honda RoadSync-System zur Smartphone-Integration genutzt werden.

Wie viel kostet eine Kawasaki Z900 RS?
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Auch Kawasaki stattet die Z900RS 2026 mit modernster Elektronik aus. Die neue 6-Achsen-IMU ermöglicht Systeme wie KCMF (Cornering Management Function) und KIBS (intelligentes ABS). Der Quickshifter (KQS) und eine Cruise Control sind serienmäßig. Die Gasannahme erfolgt über das elektronische Ride-by-Wire-System. Die Armaturen setzen hier jedoch verstärkt auf Retro-Flair in Form von zwei analogen Rundanzeigen, die ein LC-Display in ihrer Mitte aufnehmen.

Honda setzt auf Moderne, Kawasaki auf Retro.

Ergonomie & Komfort – Zwei Ansätze für Alltag und Emotion

Die Honda verfolgt einen komfortorientierten Ansatz mit moderater Sitzhöhe, ausgewogener Geometrie und gezielter Alltagstauglichkeit. Die Kawasaki bietet mit leicht sportlicherer Haltung, höherem Sitz und optionalen Ergo-Fit-Sitzen mehr Individualisierungsoptionen. Beide Hersteller legen Wert auf gutes Handling im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen, jedoch mit unterschiedlichen Charakteren: die CB1000F kultiviert, die Z900RS traditionell und emotional.

Fazit – Zwei moderne Klassiker mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Honda CB1000F 2026 und die Kawasaki Z900RS 2026 zeigen, wie vielseitig das Thema Retro interpretiert werden kann. Honda betont technische Präzision, Nachhaltigkeit und Ausgewogenheit. Kawasaki pflegt die emotionale Verbindung zur Vergangenheit mit charakterstarkem Sound und klassischem Auftritt.

Cool ist man auf beiden Modellen - der Geschmack wird hier ausschlaggebend sein.

Ein direkter Vergleich auf der Straße steht noch aus - dieser theoretische Überblick zeigt jedoch bereits, dass beide Hersteller unterschiedliche Wege gehen, um Retro und Moderne zu verbinden. Der Praxistest im kommenden Jahr wird zeigen, wie sich diese Konzepte in der Realität schlagen.

Preisvergleich – zwei Retro-Bikes auf ähnlichem Preisniveau

Auch beim Preis liegen beide Retro-Vierzylinder dicht beieinander. Die Honda CB1000F 2026 startet in Deutschland bei 12.329 Euro inklusive Überführung. Die Kawasaki Z900RS 2026 kostet 13.470 Euro inklusive Überführung und positioniert sich damit etwas höher. Beide Modelle bewegen sich damit im oberen Nakedbike-Segment, bieten jedoch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis - vor allem für Fahrer, die Retro-Stil mit aktueller Technik kombinieren möchten.

Noch mehr Zahlen und Fakten gibt es hier: Honda CB1000F vs. Kawasaki Z900 RS Daten-Vergleich.

Honda CB1000F vs. Kawasaki Z900RS - die wichtigsten Daten im Vergleich

MerkmalHonda CB1000F 2026Kawasaki Z900RS 2026
MotorbauartReihenvierzylinderReihenvierzylinder
Hubraum999 ccm948 ccm
Leistung122 PS bei 9.000 U/min116 PS bei 9.300 U/min
Drehmoment103 Nm bei 8.000 U/min98 Nm bei 7.700 U/min
Verdichtung11,7:111,8:1
Getriebe6-Gang, Anti-Hopping-Kupplung6-Gang, Quickshifter (KQS)
RahmenStahl-DoppelschleifenrahmenStahl-Gitterrohrrahmen
Vorderradaufhängung41 mm USD-Gabel (Showa, voll einstellbar)41 mm USD-Gabel (Showa, voll einstellbar)
Federweg vorne130 mm120 mm
Federweg hinten140 mm140 mm
Bremse vorne2x 310 mm, radial, Nissin 4-Kolben2x 300 mm, radial, Monoblock 4-Kolben
Bremse hinten240 mm, Einkolben250 mm, Einkolben
Radstand1.455 mm1.465 mm
Sitzhöhe795 mm835 mm
Gewicht fahrbereit214 kg216 kg
Tankinhalt16 l17 l
Verbrauch5,6 l/100 km5,0 l/100 km
Reichweiteca. 285 kmca. 340 km
AssistenzsystemeIMU, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Wheelie-Control, FahrmodiIMU, KCMF, KIBS, Traktionskontrolle, Quickshifter, Tempomat
Display & Konnektivität5-Zoll-TFT mit RoadSync, Smartphone-IntegrationTFT-Display, Connectivity-Funktion

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