Sportboxer Hommage: Wunderlich R 1300 S Sprint Concept
Halbschale, Gulf-Farben und Carbon für den Boxer
Wunderlich verpasst der BMW R 1300 R eine sportliche Verwandlung: Die R 1300 S Sprint verbindet eine neue Halbschale mit sichtbarer Boxer-Technik und Zutaten namhafter Zulieferer. Ihr Vorbild findet sie im Langstrecken-Rennsport.
Sportliche Boxer haben bei BMW ihre eigenen Kapitel geschrieben. HP2 Sport, R 1200 S und R 1100 S gehören zu jenen Motorrädern, an die Wunderlich mit seinem neuen Konzept erinnert. Die R 1300 S Sprint baut auf der BMW R 1300 R auf und greift die Ästhetik großer Endurance-Maschinen der 1980er- und 1990er-Jahre auf. Dabei geht es um mehr als eine andere Verkleidung: Wunderlich kombiniert den Entwurf von Nicolas Petit mit gezielten Änderungen an Fahrwerk, Rädern, Auspuff und Sitzbank zu einem sportlich ausgerichteten Gesamtpaket.
Eine Halbschale mit Blick auf die Technik
Die Sprint soll einen Gegenpol zum aggressiven Design aktueller Sportmotorräder bilden. Petit setzt dafür auf klare Formen, ausgewogene Proportionen und eine organisch gezeichnete Halbschale. Sie gibt dem Boxer eine neue Silhouette, lässt Motor, Rahmen und Fahrwerk aber sichtbar. Die Technik gehört damit ausdrücklich zum Erscheinungsbild. Laut Wunderlich verbindet der Entwurf die sportliche Linie mit durchdachter Aerodynamik. Der Anspruch ist ein kraftvoller Auftritt, der seine Wirkung ohne überzeichnete Aggressivität erzielen soll. Dass ausgerechnet die Langstrecken-Rennsportästhetik dafür Pate steht, passt zur bewusst offen gezeigten Mechanik.
Nicolas Petit und der Weg vom Entwurf zum Bike
Für den französischen Designer erfüllt das Konzept einen lange gehegten Traum. Petit prägt das Wunderlich-Design seit fast zwei Jahrzehnten und arbeitet dabei mit Skizzenstift und Designboard ebenso wie mit Clay-Modellen, Schablonen aus Konstruktionspappe und dreidimensionalen Gebilden aus Konstruktionsstäben. Gemeinsam mit den Entwicklern entstehen auf diese Weise auch Zubehörteile wie Motor- und Tankschutzbügel, Protektoren oder Sitzbänke. Bei der Sprint konzentriert sich sein konzeptioneller Ansatz zunächst auf die obere Hälfte des Motorrads. Die Reduktion auf das Wesentliche beschreibt Petit als bewusste Designentscheidung, die dem Konzept seinen Charakter geben soll.
Carbon, Wilbers-Fahrwerk und Remus-Auspuff
Wunderlich-Geschäftsführer Frank Hoffmann nimmt die ersten Entwürfe zum Anlass, auch die technische Basis gezielt aufzuwerten. Zum Einsatz kommen ausgewählte Komponenten aus dem eigenen Sortiment, Carbonteile von Ilmberger, ein Auspuff von Remus und ein Fahrwerk des Wunderlich-Suspension-Partners Wilbers. Dazu gesellen sich eine maßgeschneidert gesattlerte Sitzbank, Reifen von Continental und Carbonräder von BST. Der Umbau zieht sich damit durch mehrere Bereiche des Motorrads. Die Kombination soll nach dem Anspruch von Wunderlich die sportliche Ausrichtung des Konzepts unterstreichen und die BMW-Basis zu einem eigenständigen Gesamtpaket weiterentwickeln.
Gulf-Farben und ein freier Blick aufs Hinterrad
Peter Haindl gestaltet die Lackierung in den bekannten Gulf-Farben und soll damit den Designansatz visuell unterstreichen. Weitere prägende Elemente sind das frei stehende Hinterrad und der parallel zum Heck ausgerichtete Schalldämpfer. Zusammen mit der vorderradorientierten Sitzposition und der Halbschale sollen sie Erinnerungen an große Endurance-Motorräder wecken. Wunderlich nennt neben den sportlichen BMW-Boxern auch die Ducati 900 SS Nuda, Suzuki GSX 1100 R und Honda Bol dOr als Bezugspunkte. Die Sprint verbindet diese historischen Anklänge mit der sichtbaren Technik der R 1300 R. Mehr zu den Komponenten findet ihr bei Wunderlich.
Fragen zur Wunderlich R 1300 S Sprint
Auf welchem Motorrad basiert die R 1300 S Sprint? Die Grundlage des Wunderlich-Konzeptmotorrads bildet die BMW R 1300 R.
Wer zeichnet für das Design verantwortlich? Nicolas Petit entwickelt den Entwurf mit einer reduzierten Halbschale und sichtbarer Boxer-Technik. Peter Haindl gestaltet die Lackierung in Gulf-Farben.
Welche Komponenten kommen beim Umbau zum Einsatz? Wunderlich kombiniert eigene Teile mit Ilmberger-Carbon, einem Remus-Auspuff, Wilbers-Fahrwerk, einer maßgeschneiderten Sitzbank, Continental-Reifen und BST-Carbonrädern.