Suzuki auf der EICMA 2026 mit GSX-10R und SV-7S

Suzuki auf der EICMA 2026 mit GSX-10R und SV-7S

Der K5 Motor kehrt im Supersportler zurück

Suzuki holt auf der EICMA 2026 den legendären K5-Motor zurück in einen Supersportler, schickt die SV650 als SV-7S in die nächste Runde und zeigt goldene Felgen an der GSX-8TT. Ich habe mich überall draufgesetzt, wo es ging.

nastynils

nastynils

Veröffentlicht am 6.11.2026

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Bei Suzuki auf der EICMA 2026 in Mailand lande ich gefühlt in 200 Videos gleichzeitig, und nicht wegen mir. Der Star am Stand ist ein Motorrad, das ich beim Hinsetzen erst einmal einordnen muss. Suzuki liebt das Spiel mit den Namenskürzeln: Es gibt die GSX-8S, es gibt die GSX-8R, und früher gab es das Naked Bike mit dem großen Vierzylinder. Jetzt steckt dieser Motor in einem Supersportler, und der heißt GSX-10R. Ich muss es gleich klarstellen, denn das Konzept führt leicht in die Irre: Ich sitze hier nicht auf einem Sporttourer. Das ist ein echter Supersportler, nur mit einer Sitzposition, die auch auf der Landstraße funktioniert. Daneben warten die neue SV-7S, die GSX-8TT mit goldenen Felgen, ein Roller und ein Elektroroller. Für einen kleinen Stand ist das eine Menge Stoff, und ich setze mich auf fast alles drauf.

Die GSX-10R ist ein Supersportler und kein Sporttourer

Moderator sitzt auf blauer Suzuki GSX-10R am Messestand

Die Sitzposition verlangt nicht nach Rennstrecke, die Verkleidung trotzdem nach Supersport.

Die GSX-10R richtet sich an alle, die ein praxistaugliches Motorrad für die Straße lieben, so wie die GSX-S1000 mit mächtigem Motor, tollem Fahrwerk und stimmigem Gesamtlayout, aber für einen Supersportler keine Unsummen ausgeben wollen. Laut Suzuki leistet der 999-cm³-Reihenvierzylinder 152 PS bei 11.000/min und 106 Nm. Der Motor hat nicht das Drehzahlpotenzial einer GSX-R1000, sondern das des Naked Bikes. Doch auf der Straße zählt ohnehin etwas anderes: Das ist der legendäre K5-Motor, mit bauchigem Drehmoment und schönem Ansprechverhalten, jetzt in einem super modernen Motorrad. Dazu kommen ein neuer Alu-Brückenrahmen, eine voll einstellbare KYB-Gabel, nach vorn gepfeilte Winglets und 53 Grad Schräglagenfreiheit statt 48 Grad bei der GSX-S1000. Wer früher von einem Supersportler geträumt hat, sich aber vor der Drehzahlorgie gefürchtet hat, bekommt damit eine richtig gute Alternative.

Weniger Leistung heißt bei Suzuki nicht weniger Gadgets

Manchmal ist es so: Kommt eine weniger radikale Version eines Supersportlers, schrauben die Hersteller die geilen Gadgets gleich mit ab. Bei der GSX-10R ist das nicht passiert. Suzuki hat nur die Leistung reduziert, Quickshifter, Tempomat und das komplette Elektronikpaket sind an Bord. Laut Suzuki arbeiten 15 elektronische Regelsysteme, zwei davon zum ersten Mal bei der Marke. Die Slide Control erkennt seitliches Rutschen in Kurven, die Brake-Hold-Control hält das Motorrad nicht nur am Berg, sondern auch in der Ebene und bergab. Neu sind auch die Blinker: Im Stand projizieren sie ein Licht auf die Fahrbahn vor dem Motorrad. Im grellen Messelicht kann ich das leider nicht vorführen. Nur der Name flutscht mir noch nicht über die Lippen. Das wird schon werden, spätestens wenn ich sie zum ersten Mal fahren darf.

Erinnerungen an GSX-R750 und Fireblade 900 werden wach

Wird Suzuki von der GSX-10R etwas verkaufen? Ich glaube schon. Ein Supersportler mit 152 PS, die Front charismatisch, der Motor eine Legende. Da kommen Erinnerungen hoch an die GSX-R750 und die Fireblade 900, das waren Legenden auf dem Asphalt. Genau an dieses Gefühl knüpft die GSX-10R an, nur mit moderner Elektronik und einer Sitzposition, die nicht nach Rennstrecke verlangt. Laut Suzuki wiegt sie 214 kg fahrbereit, die Sitzhöhe liegt bei 810 mm, der Tank fasst 18 Liter. Verkaufsstart ist ab Sommer 2027, schrittweise in den einzelnen Ländern. Am meisten freue ich mich auf den Moment, wenn zu den Frühjahrsmessen die Preise auf dem Tisch liegen. Stimmt der Preis, wird das ein Kracher.

Die SV-7S führt das Erbe der SV650 in die Unendlichkeit

Suzuki SV-7S 2027

Der seit 1999 bewährte 645-cm³-V2 leistet in der SV-7S laut Suzuki 73 PS und 64 Nm.

Dann die SV-7S, die Nachfolgerin der SV650. Der 645-cm³-V2 wurde 1999 eingeführt und hat sich seither hunderttausendfach bewährt. Das Ding ist ausgereift, das Ding ist für die Unendlichkeit. Laut Suzuki leistet er 73 PS und 64 Nm, das Motorrad wiegt 200 kg fahrbereit. Verbessert wurde vor allem im Detail: Sitzposition, ein breiterer Lenker, der näher am Fahrer liegt, Ride-by-Wire, Fahrmodi, Traktionskontrolle und ein Quickshifter in beide Richtungen. Das ist einfach modern für 2027, mit einem bewährten Motor. Die Sitzposition ist tief und zugänglich, im Schritt ist sie super kompakt, die Sitzhöhe liegt bei 785 mm. In Italien kostet sie laut Suzuki 7.190 Euro, in Österreich rechne ich mit weniger als 8.000 Euro. Ab Frühjahr 2027 steht sie beim Händler, und sie wird ihren Weg gehen.

Goldene Felgen an der GSX-8TT lassen mein Herz rasen

Parallel zur SV-7S gibt es die höher spezifizierte, teurere, aber auch schwerere GSX-8T. Mein Sohn ist sie privat gefahren, für 2027 kommt eine neue Farbvariante. Der 800er ist ausgewachsener und hat noch bauchigeres Drehmoment. Und dann ist da das Retro-Derivat, die GSX-8TT. Da muss man einfach nur die goldenen Felgen zeigen. Viel Spaß beim Putzen, aber leiwand. Laut Suzuki kommt sie für 2027 in Rot mit gold-schwarzen Streifen, angelehnt an die GS1000S von 1979. Technisch bleibt es bei 83 PS und 203 kg, auf 35 kW lässt sie sich umrüsten. In Deutschland startet die GSX-8TT laut Suzuki bei 9.999 Euro. Bei goldenen Felgen schlägt mein Herz jedes Mal ein paar Schläge schneller. Am Stand werden die Motorräder übrigens gerade am Boden angeschraubt, damit sie keine Beine kriegen. Das sagt viel über ihre Anziehungskraft.

Burgman Street 125 und e-Address für die Stadt

Zum Schluss setze ich mich auf den Burgman Street 125, damit ich das Raumangebot abschätzen kann. Bekannt ist der Burgman für hohen Sitzkomfort, guten Windschutz und viel Stauraum, und ich glaube, das gilt auch für den neuen. Das Display ist aufgeräumter, die Knöpfe wirken hochwertiger. Laut Suzuki stecken ein überarbeiteter luftgekühlter 124-cm³-Einzylinder, ein 4,2-Zoll-Farbdisplay mit Smartphone-Anbindung, Keyless, USB, LED und 25,9 Liter Stauraum drin. Die Sitzbank kriege ich am Stand leider nicht auf. Daneben steht der e-Address, das Elektro-Derivat. Laut Suzuki hat er 4,1 kW, einen 3,07-kWh-Akku, 80 km Reichweite, 71 km/h Spitze und wiegt 122 kg. Bei meinen 1,84 Metern wirkt er zugänglich, auch wenn sich die Sitzhöhe auf dem Messeständer nie genau beurteilen lässt. Für den Stadtverkehr ist das ein unkompliziertes Paket.

Suzuki im EICMA-Video mit vier Sitzproben am Stand

Wer die neuen Suzukis nicht nur lesen, sondern sehen will: Mein vierstündiger Rundgang über die EICMA 2026 läuft auf dem 1000PS-YouTube-Kanal. Der Suzuki-Teil beginnt kurz vor Stunde drei, hier geht es direkt zum Suzuki-Stand. Zu sehen ist meine Sitzprobe auf der GSX-10R, bei der ich erkläre, warum sie kein Sporttourer ist, dazu die SV-7S, die GSX-8T und die GSX-8TT mit ihren goldenen Felgen. Danach sitze ich auf dem Burgman Street 125 und auf dem e-Address, damit man die Größenverhältnisse sieht. Wer weiterschaut, bekommt mehr als 40 weitere Messestände von Honda über Ducati bis BENDA, mit Sitzproben, Standgesprächen und klaren Urteilen. Vier Stunden EICMA zum Nachschauen, ohne Gedränge, ohne Anreise und ohne Messeeintritt.

Daten-Kasten Suzuki auf der EICMA 2026 im Überblick

  • GSX-10R: 999 cm³ Reihenvierzylinder (K5), 152 PS bei 11.000/min, 106 Nm bei 9.250/min, 214 kg fahrbereit, Sitzhöhe 810 mm, 18 l Tank, Verkaufsstart ab Sommer 2027
  • SV-7S: 645 cm³ V2, 73 PS bei 8.500/min, 64 Nm bei 6.800/min, 200 kg fahrbereit, Sitzhöhe 785 mm, 14 l Tank, A2-Variante mit 35 kW, Italien 7.190 Euro, ab Frühjahr 2027
  • GSX-8TT: 83 PS, 203 kg, auf 35 kW umrüstbar, 2027 in Rot mit Goldfelgen, Deutschland ab 9.999 Euro
  • Burgman Street 125: 124 cm³ Einzylinder luftgekühlt, 4,2-Zoll-Farbdisplay, Keyless, 25,9 l Stauraum
  • e-Address: 4,1 kW, 3,07-kWh-Akku, 80 km Reichweite, 71 km/h, 122 kg

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