Mehr Komfort im Alltag, ohne dem Fahrer sämtliche Kupplungsarbeit abzunehmen: Mit diesem Ansatz erweitert Kawasaki die KLE500-Familie für 2027. Neben KLE500 und KLE500 SE kommt die KLE500 SE Smartride ins Programm. Sie richtet sich laut Hersteller besonders an Fahrer, denen einfache Bedienung wichtig ist. Der Name beschreibt dabei eine neue mechanische Kupplungslösung, die beim Anfahren und Anhalten Arbeit übernehmen soll. Gerade dort also, wo der nächste Stopp schon nach wenigen Metern wartet. Dazu kommen schlauchlose Kreuzspeichenräder. Was steckt hinter der Technik, und an welchen Stellen bleibt die Bedienung wie gewohnt?

Kawasaki KLE500 SE Smartride: Kupplung macht Pause
2027 ohne Hebel anfahren, die Gänge schaltet man selbst
Im Stop-and-go bekommt die linke Hand künftig Unterstützung. Kawasaki ergänzt seine kleine Adventure-Familie für 2027 um eine mechanische Kupplungslösung. Was nimmt Smartride dem Fahrer ab, und was bleibt Handarbeit?
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Gregor
Veröffentlicht am 15.10.2026
Kawasaki KLE500 SE Smartride: So kuppelt sie
Das Herzstück ist eine kompakte Fliehkraftkupplung, die Kawasaki in die konventionelle Kupplungseinheit integriert. Beim Anfahren übernimmt sie das Einkuppeln selbstständig. Den Schleifpunkt muss der Fahrer dabei nicht mit der linken Hand dosieren. Auch mit eingelegtem Gang lässt sich die KLE500 SE Smartride laut Hersteller anhalten, ohne den Kupplungshebel zu ziehen oder den Motor abzuwürgen. Beim Verzögern bleibt die Motorbremswirkung bis kurz vor dem Stillstand erhalten. Erst bei sehr niedriger Geschwindigkeit trennt die Fliehkraftkupplung Motor und Getriebe. Das System arbeitet rein mechanisch und benötigt keine elektronische Steuerung. Das Gewicht der Kupplungseinheit steigt nach Kawasaki-Angabe um rund 1 kg.
Ein sehr ähnliches System kennen wir seit heuer aus der BMW F 450 GS. Diese kann nämlich mit der Easy-Ride-Clutch ausgestattet werden, die auch die Fliehkraft zur automatischen Steuerung der Kupplung nutzt.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Schalten bleibt Handarbeit
Die Gänge sortiert weiterhin der Fahrer. Während der Fahrt werden Kupplungshebel und Schalthebel wie gewohnt für die Gangwechsel verwendet. Die neue Technik setzt damit gezielt beim Losfahren und Stehenbleiben an. Kawasaki verspricht sich davon vor allem Erleichterung im Stop-and-go-Verkehr. Ob die Kupplung im Alltag tatsächlich so unauffällig arbeitet, wie man es sich beim ständigen Wechsel zwischen Rollen und Anhalten wünschen würde, lässt sich aus der Pressemitteilung allein nicht beurteilen. Fest steht anhand der beschriebenen Funktion: Wer zur Smartride greift, bekommt Unterstützung bei diesen beiden Vorgängen. Die Verantwortung für die Gangwahl nimmt sie ihm nicht ab.

Die Gangwechsel übernimmt der Fahrer weiterhin mit Kupplungshebel und Schalthebel.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Räder und Reifen
Die zweite Neuerung betrifft die Kreuzspeichenräder, die bei der Smartride schlauchlose Reifen tragen. Laut Kawasaki sollen sie die stoßabsorbierenden Eigenschaften klassischer Speichenräder mit den Vorteilen der schlauchlosen Bauweise verbinden. Bei einer Reifenpanne könne diese die Reparatur erleichtern, weil kein Schlauch ausgebaut und ersetzt werden müsse. Vorne steht die KLE500 SE Smartride auf einem 21-Zoll-Rad. Als Serienbereifung nennt Kawasaki Dunlop Trailmax Mixtour, hinten in der neuen Dimension 150/70-17. Dieses Format soll die Auswahl an Reifenmodellen auf dem Zubehörmarkt vergrößern.

Vorne steht die Smartride auf einem 21-Zoll-Kreuzspeichenrad, hinten nennt Kawasaki die Reifendimension 150/70-17.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Rally-Look und Komfort
Optisch bleibt die neue Variante bei der Rally-Linie ihrer Modellfamilie. Ein hohes, mehrfach verstellbares Windschild, der kompakte Kraftstofftank und Verkleidungselemente mit Anleihen bei den KX-Motocross-Modellen prägen ihren Auftritt. Motorschutz und großes Vorderrad passen zur vorgesehenen Nutzung auf befestigten und unbefestigten Straßen. Unter der Verkleidung sitzen ein Gitterrohrrahmen und ein Reihenzweizylindermotor, den Kawasaki als drehmomentstark beschreibt. Ihr Zusammenspiel soll ein ausgewogenes, leicht beherrschbares Fahrverhalten ermöglichen. Die aufrechte Sitzposition und der Windschutz sollen auf Tour wie im Stadtverkehr Komfort bieten. Abseits des Asphalts verspricht Kawasaki eine Federung, die Unebenheiten souverän aufnehme. Das sind Herstelleransprüche, die ein Fahrtest erst überprüfen muss.

Großes Vorderrad und Motorschutz passen zur vorgesehenen Nutzung auf befestigten und unbefestigten Straßen.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Drei Zubehörpakete
Für die KLE500-Modellfamilie bietet Kawasaki drei Zubehörpakete an. Im Rally-Paket stecken ein Akrapovič-Titanschalldämpfer, ein Kühlerschutz, ein niedriger Soziussitz und ein USB-C-Anschluss.
Das Adventure-Tourer-Paket kombiniert einen Motorschutzbügel mit zwei Seitenkoffern samt passenden Halterungen. Jeder Koffer bietet 21 Liter Fassungsvermögen.
Wer ein Topcase bevorzugt, findet im Topcase-Paket einen USB-C-Anschluss, einen Gepäckträger und das namensgebende Topcase. Preise der drei Pakete nennt die Pressemitteilung nicht.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Preis und Start
Ab Frühjahr 2027 soll die Kawasaki KLE500 SE Smartride in Pearl Blizzard White erhältlich sein. Für Österreich nennt Kawasaki einen unverbindlichen Richtpreis von 8.399 Euro. Die Zielgruppe der neuen Variante ist damit klar umrissen: Fahrer, die bei der Bedienung im Alltag Entlastung suchen und ihre Gänge weiterhin selbst wechseln möchten. Ob sich die linke Hand dadurch tatsächlich über eine leiwande Pause freuen darf, muss die Praxis zeigen.

Kawasaki kündigt die KLE500 SE Smartride für Frühjahr 2027 in Pearl Blizzard White an.
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Fragen und Antworten
Wie funktioniert die Kupplung der Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027? Eine mechanische Fliehkraftkupplung übernimmt das Einkuppeln beim Anfahren und trennt Motor und Getriebe kurz vor dem Stillstand. Eine elektronische Steuerung benötigt das System nicht.
Schaltet die Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027 automatisch? Die Gangwechsel erfolgen weiterhin durch den Fahrer mit Kupplungshebel und Schalthebel. Automatisch arbeitet die Kupplung beim Anfahren und Anhalten.
Welche Räder und Reifen hat die Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027? Sie besitzt schlauchlose Kreuzspeichenräder mit einem 21-Zoll-Vorderrad. Serienmäßig sind Dunlop Trailmax Mixtour montiert, hinten in 150/70-17.
Was kostet die Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027 in Österreich? Kawasaki nennt 8.399 Euro als unverbindlichen Richtpreis inklusive NoVA, 20 Prozent Mehrwertsteuer und sämtlicher Nebenkosten.
Wann kommt die Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027? Kawasaki kündigt die Verfügbarkeit ab Frühjahr 2027 an. Als Farbe nennt der Hersteller Pearl Blizzard White (WT2).
Kawasaki KLE500 SE Smartride: Kupplung macht Pause Bilder
Quelle: 1000PS
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027
Kawasaki KLE500 SE Smartride 2027