Borgo Panigale kennt sich mit sportlichen Grenzgängen aus, doch eine reinrassige Wettbewerbs-Supermoto fehlte bislang im Programm. Mit der Desmo450 SM schließt Ducati diese Lücke und bringt dabei eine technische Besonderheit an den Start: Sie ist die einzige Wettbewerbs-Supermoto mit desmodromischer Ventilsteuerung. Vorgestellt wurde sie im Rahmen der World Ducati Week 2026, technisch basiert sie auf der Desmo450 MX. Dass diese Plattform auch im Supermoto-Rennsport funktioniert, zeigten Marc Reiner Schmidt und das Team Undici, die die Plattform bei ihrem weltweiten Renndebüt auf Anhieb zum Sieg fuhren.

Ducati Desmo450 SM: Das erste Supermoto-Racebike aus Bologna
Ducati wagt es: Supermoto mit Desmodromik
Rennstrecke statt Straße: Ducati bringt mit der Desmo450 SM die erste Supermoto mit desmodromischer Ventilsteuerung. 63,5 PS, 11.900 Touren, Showa-Fahrwerk, Brembo Stylema und Traktionskontrolle für Slicks. Ab Dezember 2026 bei ausgewählten europäischen Händlern, in Deutschland ab 13.290 Euro.
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NoPain
Veröffentlicht am 17.9.2026
Die Desmo450 SM ist von Grund auf als Wettbewerbsmaschine konzipiert, und das bestimmt alles Weitere. Bevor wir über Preise oder Ausstattung sprechen, muss deshalb klar sein: Sie besitzt keine Straßenzulassung. Ihr Revier sind geschlossene Rennstrecken, die Werksgarantie endet nach drei Monaten oder zwanzig Betriebsstunden, und die Abgasanlage erfüllt die FIM- und FMI-Rennsportbestimmungen von 2025 mit 109 dB plus zwei Dezibel Toleranz. Wer eine alltagstaugliche Supermoto mit Kennzeichen sucht, wird bei der Hypermotard-Familie fündig. Wer dagegen am Sonntag Slicks aufzieht und Rundenzeiten zählt, ist hier richtig. Diese Klarheit in der Positionierung tut dem Motorrad gut, denn sie erlaubt technische Lösungen, die bei einem Motorrad mit Straßenzulassung nicht möglich wären.

Desmo450-Motor: 11.900 Touren als Argument
Der Einzylinder schöpft aus 449,6 Kubikzentimetern 63,5 PS bei 9.400 Umdrehungen und 53,5 Nm bei 7.500 Umdrehungen. Interessanter als diese beiden Werte ist allerdings die Zahl dahinter: 11.900 Umdrehungen maximale Drehzahl. Genau dort liegt der Grund, warum Ducati die Desmodromik überhaupt in ein 450er-Rennmotorrad packt. Ohne Ventilfedern sinken die Reibungsverluste, und die Begrenzung durch Federflattern entfällt. Die Ventilbeschleunigung steigt, dadurch wird das nutzbare Drehzahlband deutlich breiter. Für den Fahrer heißt das nicht in erster Linie mehr Spitzenleistung, sondern weniger Arbeit: Jeder Gang lässt sich länger ausdrehen, zwischen den Kurven fallen Schaltvorgänge weg, der Fahrfluss bleibt gleichmäßiger.
Konstruktiv ist der Desmo450 ein Kurzhuber: 96 mm Bohrung stehen 62,1 mm Hub gegenüber, die Verdichtung beträgt 13,5:1. Die Einlassventile bestehen aus Titan und messen 40 mm, die 33 mm großen Auslassventile sind aus Stahl gefertigt, hohl gebohrt und mit Natrium gefüllt, um die Wärme besser abzuführen. Die Steuerkette arbeitet mit hydraulischem Spanner statt mit mechanischer Lösung, was die Kettenspannung über die Zeit gleichmäßiger hält. Deckel von Lichtmaschine, Zylinderkopf und Kupplung bestehen aus Magnesium, die Gemischaufbereitung übernimmt eine Keihin-Einspritzung mit einer Mikuni-Drosselklappe von 44 mm Durchmesser. Der Halbtrockensumpf hält die Bauhöhe niedrig.
Jeder Gang lässt sich länger ausdrehen, das spart Schaltarbeit!
NoPain zum Desmo450-Motor

Desmo450-Getriebe und -Kupplung: Suter hält dagegen
Das Fünfganggetriebe ist bewusst auf das breite Drehzahlband abgestimmt. Ducati nennt die Übersetzungen offen, von 31/15 im ersten bis 24/24 im fünften Gang, die Primärübersetzung liegt bei 2,45:1. Hinten treibt eine DID-Kette DMS 520 über ein Ritzel mit 15 Zähnen und ein Aluminium-Kettenrad mit 47 Zähnen. Der serienmäßige Schaltautomat arbeitet nur beim Hochschalten, was im Supermoto die häufigere und wichtigere Richtung ist. Beim Herunterschalten übernimmt eine speziell für die Desmo450 SM abgestimmte Anti-Hopping-Kupplung von Suter, betätigt über eine hydraulische Brembo-Pumpe mit eigenem Geberzylinder.
Diese Kupplung ist im Supermoto kein Komfortmerkmal, sondern ein Fahrwerksbauteil. Wer eine Supermoto am Kurveneingang quer stellt, arbeitet mit einem kontrollierten Schlupf des Hinterrads, und genau dieser Schlupf entsteht aus dem Zusammenspiel von Motorbremse, Kupplung und Bremsdruck. Eine Anti-Hopping-Kupplung, die zu stark öffnet, nimmt dem Fahrer das Gefühl für das Heck; eine, die zu spät greift, lässt das Hinterrad stempeln. Dass Ducati hier nicht auf eine Standardlösung aus dem Regal setzt, sondern auf eine eigens abgestimmte Suter-Einheit, gehört zu den Details, die in Datenblättern klein aussehen und auf der Bremse den Unterschied machen.

Desmo450 SM mit Showa-Fahrwerk: erstmals ab Werk auf Supermoto
Beim Fahrwerk liegt der eigentliche Aufwand dieses Projekts. Erstmals bei einem serienmäßig produzierten Supermoto-Motorrad hat Showa die Abstimmung direkt entwickelt, und zwar mit den Road- und den Off-Road-Teams gemeinsam. Vorn arbeitet eine 49-mm-Upside-Down-Gabel mit geschlossenem Cartridge-System, voll einstellbar in Druck- und Zugstufe, mit spezifischen Federn, eigener Abstimmung, 280 mm Federweg und Kashima-Beschichtung der Außenrohre. Die Bremssattelaufnahme sitzt radial auf der linken Seite. Die aus dem Vollen gefrästen Gabelbrücken wurden mit größerem Abstand ausgeführt, damit das schmale, aber breit bauende Supermoto-Vorderrad ausreichend Freiraum bekommt.
Hinten sitzt ein voll einstellbares Showa-Federbein an einer progressiven Umlenkung und liefert 295 mm Federweg am Hinterrad. Der Zielkonflikt, den diese Abstimmung lösen muss, ist typisch für die Disziplin: Die Front soll bei brutalen Bremsmanövern auf Asphalt Unterstützung und Rückmeldung geben, gleichzeitig darf sie auf dem Offroad-Teil einer Supermoto-Strecke nicht durchschlagen oder stempeln. Ducati verspricht Präzision am Kurveneingang bei gleichzeitig funktionierender Offroad-Passage.

Räder und Reifen: 1,2 Kilogramm weniger Masse an der Desmo450 SM
Die Räder messen 16,5 Zoll vorn und 17 Zoll hinten, die Felgen stammen von Takasago und tragen das Excel-Profil in den Maßen 3,5 x 16,5 und 5 x 17 Zoll. Entscheidend ist aber das Bartubeless-System: Durch den Entfall der Schläuche sinken die rotierenden und ungefederten Massen um 1,2 Kilogramm. Das ist an einem Motorrad, das fahrfertig ohne Kraftstoff 109 Kilogramm wiegt, eine Hausnummer, und es wirkt genau dort, wo Gewicht am meisten stört: bei Richtungswechseln und beim Einlenken. Nebenbei erlaubt schlauchlose Bereifung niedrigere Luftdrücke ohne Pannenrisiko durch eingeklemmte Schläuche.
Ab Werk rollt die Desmo450 SM auf Metzeler Racetec SM, denselben Reifen, die in der Supermoto-S1-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen. Vorn arbeitet die Mischung K2 im Format 125/75 R16,5 mit steiferer Karkasse für Stabilität unter Bremslast, hinten die griffigere K1 in 165/55 R17. Passend dazu wurden die Peripherieteile überarbeitet: Handprotektoren und ein verkürzter vorderer Kotflügel reduzieren die Segelwirkung bei hohem Tempo, die ebenfalls gekürzten Gabelprotektoren schaffen den Freiraum, den der breite Slick vorn überhaupt erst braucht.

Desmo450 SM Bremsanlage: Stylema trifft Galfer-Scheibe
Supermoto lebt von der Bremse. Ducati montiert vorn eine radiale Brembo-Bremspumpe der Baugröße PR15x19 auf einen radial angeschraubten Stylema-Bremssattel, der auf eine schwimmend gelagerte Galfer-Scheibe mit 310 mm Durchmesser und Aluminiumflansch greift. Das ist Superbike-Hardware an einem 109-Kilogramm-Motorrad, und der Stylema gilt unter Supermoto-Fahrern als Referenz. Hinten kombiniert Ducati eine 240-mm-Galfer-Wave-Scheibe mit einem schwimmend gelagerten Brembo-Einkolbensattel, und auch diese Bremse ist im Supermoto kein Nebenschauplatz, sondern das Werkzeug, mit dem der Fahrer das Heck stellt.

Bei einer Supermoto zählen starke Bremsen und präzises Handling ebenso wie Motorleistung.
NoPain zur Desmo450 SM

Rahmen und Ergonomie: elf Teile, vier Positionen
Der Aluminiumrahmen entspricht dem der Motocross-Version und besteht aus lediglich elf Elementen aus Guss-, Schmiede- und Pressteilen. Die geringe Zahl an Schweißverbindungen dient dem Verhältnis aus Steifigkeit, Gewicht und Festigkeit, gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion einen möglichst geradlinigen Ansaugkanal.
Bei der Ergonomie hat Ducati an den Stellen gearbeitet, die im Supermoto zählen. Der Lenker lässt sich in vier verschiedenen Positionen montieren, was bei einer Sitzhöhe von 930 mm und einem Radstand von 1.483 mm spürbaren Einfluss auf die Sitzposition hat. Die Oberflächen der Seitenverkleidungen und der Startnummerntafeln wurden so geformt, dass Oberschenkel und Stiefel wirksam Kontakt finden. Wer schon einmal versucht hat, eine Supermoto im Anbremsen mit den Knien zu fixieren, weiß, wie viel eine griffige Flanke wert ist. Lenkkopfwinkel und Nachlauf liegen bei 25,4 Grad und 85 mm, der Tank fasst 7,2 Liter.

Elektronik: Traktionskontrolle im Supermoto
Mit der Desmo450 SM hält die patentierte Ducati Traction Control erstmals Einzug in das Supermoto-Segment. Das System wurde speziell für diese Disziplin abgestimmt und ermittelt den tatsächlichen Schlupf am Hinterrad, statt ihn nur aus Drehzahl und Gangstellung abzuleiten. Es arbeitet in vier Stufen, lässt sich vollständig abschalten und greift in die Motorparameter ein, wenn die Gripverhältnisse wechseln. Gerade auf Supermoto-Strecken, wo innerhalb einer Runde Asphalt, Schotter und Sprung aufeinandertreffen, ist das eine sinnvolle Anwendung, und sie widerspricht dem Quermachen weniger, als mancher Purist befürchten dürfte.
Dazu kommen Engine Brake Control in zwei Stufen, Ducati Launch Control in drei Stufen, die sich beim Erreichen des vierten Gangs oder beim Schließen des Gasgriffs selbst deaktiviert, sowie zwei Gasannahme-Kennfelder namens Smooth und Dynamic. Alles zusammen wird über zwei Riding Modes verwaltet, die sich mit dem Com-Link-WLAN-Modul und der X-Link App individuell konfigurieren, speichern und wieder aufrufen lassen. Gesteuert wird über eine Bedieneinheit an der linken Lenkerhälfte mit fünf LEDs. Bemerkenswert ist ein Detail, das die Pressemitteilung gar nicht erwähnt: Im Datenblatt steht unter Sicherheitsausstattung auch die Ducati Fall Detection.

Wartung: 45 Stunden bis zum neuen Kolben
Die Serviceintervalle liegen auf dem in dieser Kategorie üblichen Niveau. Der Kolbenwechsel und die Kontrolle des Ventilspiels stehen nach 45 Betriebsstunden an, die vollständige Motorrevision nach 90 Stunden, der Ölwechsel alle 15 Stunden. Das klingt nach viel Arbeit, ist für ein 450er-Rennmotorrad aber normal, und Ducati hat immerhin an der Zugänglichkeit gearbeitet: Die Deckel von Lichtmaschine, Kupplung und Zylinderkopf werden nicht mit Dreikomponenten-Dichtmasse abgedichtet, sondern mit Dichtungen, am Zylinderkopf aus Metall, an den beiden anderen Deckeln aus Gummi. Wer schon einmal eine verklebte Deckelfläche freigekratzt hat, weiß diese Entscheidung zu schätzen.
Neu ist das Konzept der vorausschauenden Wartung. Das System überwacht den Verschleiß der Motorkomponenten und bewertet deren tatsächliche Belastung anhand der realen Nutzung. Mit dem als Zubehör erhältlichen Com-Link-Modul lassen sich die regulären Intervalle damit präziser bestimmen, statt stur nach Betriebsstundenzähler zu arbeiten. Für einen Hobbyfahrer, der seine Maschine überwiegend im Drittel-Gas-Bereich über eine Trainingsstrecke bewegt, kann das bares Geld bedeuten. Für den Rennfahrer, der jede Session am Limit fährt, dürfte es eher eine Warnung als eine Verlängerung werden, und genau das ist der Sinn der Sache.

Zubehör: vom Ritzel bis zum Titanständer
Das Ducati-Performance-Programm für die Desmo450 SM ist erfreulich rennstreckennah sortiert und im Konfigurator bereits mit Preisen hinterlegt. Ducati selbst schlägt eine Racing-Konfiguration aus Racing-Schalldämpfer, Racing-Hinterradbremssattel und Racing-Sitzbank vor, ergänzt um Öleinfülldeckel sowie Abdeckungen für Brems- und Kupplungsflüssigkeitsbehälter. Der hintere Racing-Bremssattel ist mit 1.225,70 Euro das mit Abstand teuerste Einzelteil der Liste, die Racing-Sitzbank kostet 183,86 Euro, der Öleinfüllverschluss 29,42 Euro und der Deckelsatz für die Flüssigkeitsbehälter 89,48 Euro. Ein Preis für den Racing-Schalldämpfer war zum Redaktionsschluss im deutschen Konfigurator noch nicht hinterlegt.
Deutlich alltagstauglicher wird es bei den Teilen, die jeder Supermoto-Fahrer über die Saison ohnehin braucht. Die Endübersetzung lässt sich mit Kettenblättern zu 50, 51 und 52 Zähnen für je 61,28 Euro und einem Ritzel mit 14 Zähnen für 22,06 Euro streckenspezifisch anpassen. Dazu kommen ein Lenker für 158,12 Euro, Gummigriffe für 15,93 Euro oder Aramidfaser-Griffe für 24,51 Euro, ein Gasgriffrohr für 14,71 Euro, eine hintere Bremsscheibe für 116,62 Euro und eine alternative Monofederbeinfeder für 159,34 Euro. Letztere ist der Posten, den schwere oder sehr leichte Fahrer als Erstes auf die Liste setzen sollten, weil die Serienfeder immer nur einen Kompromiss darstellen kann.
Beim Schutzzubehör bleibt Ducati günstig: Der Rahmenschutz kostet 73,54 Euro, die Motorschutzplatte 104,18 Euro, das Schutzgitter für den Kühler 36,77 Euro und der Vorfilter für den Luftfilter 19,61 Euro. Für die Box gibt es einen Boxenständer für 122,57 Euro, eine Garagenmatte in Ducati-Corse-Farben für 226,76 Euro, die den FIM-Umweltbestimmungen nach Artikel 4.1 entspricht und 120 x 250 Zentimeter misst, sowie ein Reinigungsset für 42,90 Euro. Ganz oben in der Preisliste steht der Ständer aus Titan mit 796,70 Euro, und das ist genau jener Posten, bei dem jeder Käufer selbst entscheiden muss, ob Paddock-Optik dieses Geld wert ist.

Technische Daten Ducati Desmo450 SM
| Beschreibung | Wert |
|---|---|
| Motor | Desmo450, flüssigkeitsgekühlter Einzylinder, 4 Ventile, desmodromisch, DOHC, Halbtrockensumpf | Hubraum | 449,6 cm³ | Bohrung x Hub | 96 x 62,1 mm | Verdichtung | 13,5:1 | Leistung | 63,5 PS (46,7 kW) bei 9.400 U/min | Drehmoment | 53,5 Nm bei 7.500 U/min | Maximaldrehzahl | 11.900 U/min | Gemischaufbereitung | Keihin-Einspritzung, Mikuni-Drosselklappe Ø 44 mm | Auspuff | Stahl-Schalldämpfer mit Aluminiumhülle, Stahlkrümmer mit Resonator | Getriebe | 5 Gänge mit Schaltautomat | Primärübersetzung | 2,45:1 | Sekundärantrieb | DID DMS 520, Ritzel Z15, Aluminium-Kettenrad Z47 | Kupplung | Suter-Anti-Hopping-Kupplung, hydraulische Brembo-Betätigung | Rahmen | Aluminium aus Guss-, Schmiede- und Pressteilen, 11 Elemente | Gabel | Showa Upside-Down Ø 49 mm, voll einstellbar, Kashima-Beschichtung | Federbein | Showa, voll einstellbar, progressive Umlenkung | Federweg vorn/hinten | 280 mm / 295 mm | Bremse vorn | Galfer-Scheibe Ø 310 mm schwimmend, Brembo Stylema radial, Pumpe PR15x19 | Bremse hinten | Galfer-Wave-Scheibe Ø 240 mm, Brembo Einkolben-Schwimmsattel | Felgen | Takasago Excel 3,5 x 16,5" und 5 x 17", Bartubeless | Reifen | Metzeler Racetec SM K2 125/75 R16,5 / K1 165/55 R17 | Radstand | 1.483 mm | Lenkkopfwinkel / Nachlauf | 25,4° / 85 mm | Sitzhöhe | 930 mm | Gewicht fahrfertig ohne Kraftstoff | 109 kg | Tankinhalt | 7,2 l | Elektronik | Riding Modes, DTC, EBC, Power Launch, Schaltautomat, Ducati Fall Detection | Vorbereitet für | WLAN-Modul und X-Link App | Garantie | 3 Monate oder 20 Betriebsstunden |

Desmo450 SM Preise: Deutschland, Österreich, Schweiz
In Deutschland startet die Desmo450 SM bei 13.290 Euro. Gegenüber der Desmo450 MX, die ab 12.490 Euro angeboten wird, beträgt der Aufpreis damit 800 Euro. Dafür gibt es die für Supermoto abgestimmten Showa-Federelemente, passende Räder mit Bartubeless-System, eine Brembo-Stylema-Bremsanlage mit 310-mm-Scheibe, die Suter-Kupplung und die im WM-Einsatz verwendeten Slicks. Für 800 Euro Aufpreis ist das ein umfangreiches Paket.
In der Schweiz ist die Desmo450 SM ab 12.690 Franken gelistet. Für Österreich lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch kein offizieller Preis vor; auch auf der Website des österreichischen Importeurs war das Modell noch nicht angeführt. Aus dem Preisunterschied der Desmo450 MX zwischen Deutschland und Österreich lässt sich für die SM ein Richtwert von rund 14.000 Euro ableiten. Das ist allerdings eine Hochrechnung und keine Preisangabe von Ducati. Die Auslieferung an ausgewählte europäische Händler beginnt im Dezember 2026, weitere Märkte folgen danach.

Einordnung: Für wen ist die Desmo450 SM gemacht?
Ducati baut mit der Desmo450 SM kein Motorrad für die Vitrine, sondern eines für den Zeitnahme-Transponder. Die Zielgruppe ist klar umrissen: Supermoto-Rennfahrer, ambitionierte Trainingsgruppen-Piloten und jene Ducatisti, die ohnehin eine Panigale in der Garage haben und das gleiche Markenversprechen auf der kleinen Strecke suchen. Der Reiz liegt in der Kombination aus einem Motor, der ein ungewöhnlich breites nutzbares Drehzahlband bietet, einem Fahrwerk, das Showa erstmals ab Werk auf diese Disziplin abgestimmt hat, und einer Elektronik, die dem Amateur Sicherheit gibt, ohne dem Profi im Weg zu stehen.
Offene Fragen bleiben, und sie sind typisch für ein Motorrad, das gerade erst vorgestellt wurde. Wie sich die Desmodromik über 45 Betriebsstunden im harten Rennbetrieb schlägt, wie fein die Traktionskontrolle beim bewussten Quermachen dosiert und wie belastbar das Händler- und Ersatzteilnetz jenseits der Ducati-Kernmärkte ist, lässt sich seriös erst nach der ersten Saison beurteilen.
Was sich allerdings heute schon sagen lässt: Das Supermoto-Segment hat seit Jahren nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommen wie mit dieser Vorstellung.
- Wie viel kostet eine Ducati Desmo450 SM?
- Hier findest du einen Überblick über das Preisniveau von neuen und gebrauchten Motorrädern!
Ducati Desmo450 SM: Das erste Supermoto-Racebike aus Bologna Bilder
Quelle: 1000PS
Ducati Desmo450 SM: Studioaufnahme der Seitenansicht
Ducati Desmo450 SM: Draufsicht auf den Arbeitsplatz
Ducati Desmo450 SM: Frontansicht im Studio
Ducati Desmo450 SM: Studioaufnahme von der linken Seite
Cockpit der Desmo450 SM: Lenker, Protektoren, Polster
Desmo450 SM Detail: Schalldämpfer und Heckpartie
Ducati Desmo450 SM: Frontansicht mit Showa-Gabel
Desmo450 SM im Dirt: Staub auf der Supermoto-Strecke
Desmo450 SM: Schräglage über den Curb
Ducati Desmo450 SM: Wheelie über den Curb
Ducati Desmo450 SM: Vorderrad hoch im Offroad-Teil
Ducati Desmo450 SM: Schräglage auf der Rennstrecke
Desmo450 SM: Wheelie aus der Kurve heraus
Ducati Desmo450 SM auf dem Boxenständer im Fahrerlager
Ducati Desmo450 SM: Seitenansicht am Ständer
Desmo450 SM: Maximale Schräglage im Renneinsatz
Ducati Desmo450 SM: Offroad-Sprung
Desmo450 SM: Frontaler Antritt auf loser Oberfläche
Ducati Desmo450 SM: Drückend im Kurvenscheitel
Desmo450 SM: Wheelie in der Seitenansicht
Ducati Desmo450 SM: Drift auf der Schotterpassage
Ducati Desmo450 SM in Serienausstattung am Ständer
Desmo450-Motor: Magnesiumdeckel und Krümmerführung
Desmo450 SM: Krümmer mit Resonator im Detail
Ducati Desmo450 SM: Tankverschluss im Detail
Vorderradbremse der Desmo450 SM: Brembo und Galfer
Desmo450 SM: Rahmenprotektor und Kupplungsdeckel
Desmo450 SM im Gegenlicht: Supermoto-Silhouette
Desmo450 SM: Motorpartie mit Lichtmaschinendeckel
Ducati Desmo450 SM: Front mit Startnummerntafel
Showa-Federbein der Desmo450 SM im Detail
Desmo450 SM: Hinterrad mit Excel-Felge und Slick
Desmo450 SM: Kettenschutz an der Aluminiumschwinge
Desmo450 SM: Vorderrad mit Galfer-Bremsscheibe
Desmo450 SM: Rahmenschutz am Motorritzel
Desmo450 SM: Handprotektor und Armatur im Detail
Ducati Desmo450 SM: Lenkerpolster mit Markenschild
Desmo450 SM: Lenkerarmatur hinter dem Protektor
Ducati Desmo450 SM: Kühlerpartie und Gabelholm
Desmo450 SM: Gabelbrücke aus dem Vollen gefräst
Desmo450 SM: Mitzieher in voller Schräglage
Ducati Desmo450 SM: Anbremsen mit ausgestelltem Bein
Ducati Desmo450 SM: Stoppie auf der Rennstrecke
Ducati Desmo450 SM: Schräglage im Gegenlicht
Ducati Desmo450 SM: Schräglage von schräg vorn
Desmo450 SM: Kurvenausgang von hinten fotografiert
Ducati Desmo450 SM: Anbremsen in die Kurve