Ist das Shark IRID ein selbsttönendes oder ein photochromes Visier?
Es ist beides, arbeitet technisch aber anders als ein klassisches photochromes Visier. Shark führt die IRID-Scheiben selbst als photochrome Sofort-Visiere, die Tönung entsteht jedoch nicht über eine chemische UV-Reaktion im Material, sondern über einen elektrochrom gesteuerten Flüssigkristallfilm mit Solarpanel an der Visieroberkante und Lichtsensor. Dadurch reagiert das selbsttönende Visier auf die tatsächliche Umgebungshelligkeit statt nur auf UV-Strahlung. Einen Schalter, eine Ladebuchse oder eine Bedienlogik gibt es nicht.
Was kostet ein selbsttönendes photochromes Visier von Shark?
Das selbsttönende Shark IRID kostet 390 Euro als Clear-Variante sowie jeweils 420 Euro als Dark Smoke und als Blue. Der getestete Shark Aeron Carbon steht mit 869,99 Euro UVP in der Liste, ein Dark-Smoke-Standardvisier liegt ihm bereits bei. Der Preis bleibt der größte Kritikpunkt am IRID, auch wenn hochwertige photochrome Visiere ohne elektrochrome Sofortreaktion ebenfalls keine Schnäppchen sind.
Wie schnell tönt ein elektrochromes Visier im Vergleich zu einem photochromen?
Das selbsttönende Shark IRID Dark Smoke dunkelt in unserem Test in weniger als einer Sekunde ab, das vollständige Aufhellen dauert knapp drei Sekunden. Dieselbe Abdunkelungszeit von unter einer Sekunde gibt Shark auch für die Varianten Clear und Blue an. Klassische photochrome Visiere brauchen dafür viele Sekunden bis Minuten, vor allem der Weg zurück von dunkel auf hell gilt als zu langsam. Spürbar wird der Unterschied im Blätterwald, in Unterführungen und kurzen Tunnels, also überall dort, wo das Licht ständig wechselt.
Welches selbsttönende Shark-Visier ist für die Straße zugelassen?
Nur das IRID Clear ist für den Straßenverkehr zugelassen und für den Tagesbetrieb ECE-homologiert. Dark Smoke und Blue sind reine Rennstreckenvisiere ohne StVO-Zulassung. Das deckt sich mit dem Praxiseindruck: Das getestete Dark Smoke lässt zwischen 38 und 12 Prozent Licht durch und wirkt schon im hellsten Zustand deutlich getönt, während Clear mit 64 bis 20 Prozent den weit größeren Alltagsspielraum bietet. Für Pendler und Tourenfahrer ist die Clear-Variante deshalb die vernünftigere Wahl.
Braucht das selbsttönende Shark IRID Visier eine Batterie oder eine Pinlock-Scheibe?
Weder noch. Die Energie für den Flüssigkristallfilm liefert das integrierte Solarpanel, ein Akku, ein Ladekabel oder ein Schalter sind nicht nötig. Eine zweite Innenlinse entfällt ebenfalls, weil das photochrome IRID eine integrierte Anti-Fog-Beschichtung mitbringt, was die Innenfläche glatt und die Reinigung unkompliziert hält. Bezahlt wird die Technik mit Mehrgewicht: Wir haben 212 Gramm gemessen gegenüber 175 Gramm beim originalen Shark-Visier, im Fahrbetrieb fielen diese 37 Gramm nicht auf.
Zu welchen Helmen passt das photochrome Shark IRID Visier?
Die getestete Racing-Variante passt auf den Shark Aeron sowie auf Race-R Pro, Race-R Pro GP, Aeron GP und Aeron GP FIM. Montiert wird das selbsttönende Visier über denselben werkzeuglosen Schnellwechselmechanismus wie das Serienvisier, es verriegelt sauber und lässt sich über die seitliche Lasche öffnen. Das IRID bedient sich damit exakt wie ein normales Shark-Visier, trotz der zusätzlichen Technik.