Für die Montage des REMUS RS 2.0 an der Vespa GTV Officina 8 310 (bzw. an vielen anderen GTS/GTV-Modellen) waren wir in der Faber Roller & Bike Werkstatt und haben uns den Einbau gemeinsam mit Werkstättenleiter Markus Wagner im Detail angesehen. Die gute Nachricht vorweg: Der Umbau ist grundsätzlich unkompliziert – vorausgesetzt, man weiß, worauf es ankommt.
Zunächst sollte die Sitzbank geöffnet und der Zugang freigelegt werden. Anschließend wird die Lambdasonde abgesteckt, bevor man sich an den eigentlichen Auspuff macht. Danach werden die Schelle sowie die Befestigungsschrauben des Schalldämpfers gelöst, sodass der Serienauspuff abgenommen werden kann. Im nächsten Schritt wird auch der Krümmer am Motor gelöst und entfernt, indem die Flanschmuttern geöffnet werden. Beim Ausbau zeigt sich: Der Zugang ist an einer Stelle etwas eng, weshalb sich ein schmaler 17er-Schlüssel empfiehlt, der sauber in die Öffnung passt.
Beim Einbau des REMUS RS 2.0 ist ein Punkt besonders wichtig: Spannung vermeiden. Dafür sollten die beiden 10er-Muttern am Krümmer zunächst nur leicht angezogen werden. Der neue Auspuff wird zuerst montiert und sauber ausgerichtet, bevor alle Verbindungen endgültig festgezogen werden. So wird verhindert, dass sich der Krümmer verspannt oder im schlimmsten Fall beschädigt wird.
Die eigentliche Montage ist insgesamt gut nachvollziehbar. Der Slip-On wird aufgesteckt, ausgerichtet und mit dem vorgesehenen Drehmoment von 25 Nm angezogen. Mit etwas Schraubererfahrung lässt sich der Umbau grundsätzlich auch zu Hause durchführen.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Lambdasonden. Da der REMUS RS 2.0 sowohl mit Euro 5 als auch Euro 5+ Modellen kompatibel ist, muss bei einer Euro-5-Vespa die zweite Lambda-Öffnung mit dem mitgelieferten Stopfen verschlossen werden. Das stellt sicher, dass keine Abgase austreten und die Anlage korrekt funktioniert.
Auch beim Thema Individualisierung gibt es praktische Hinweise: Wer die Endkappe oder den Powerring tauschen möchte, arbeitet am besten mit einer Torx-25-Nuss und kleiner Ratsche. Dahinter sitzt ein farbiger Einsatz, der mit einem 2,5er-Inbus befestigt ist. So lässt sich der Look des Auspuffs einfach und materialschonend anpassen.
Gerade dieser unkomplizierte Wechsel macht den besonderen Reiz aus: Endkappen und Powerringe können je nach Anlass oder persönlicher Stimmung schnell variiert werden – mal zurückhaltend, mal mit auffälligen Farbakzenten. Ohne großen Aufwand entsteht so immer wieder ein neuer, individueller Look.
Nach der Montage ist kein besonderes Prozedere notwendig. Die Motorsteuerung muss nicht adaptiert werden – einfach montieren und losfahren.
Hinweis: Wer den Einbau nicht selbst machen möchte oder nicht über das passende Werkzeug verfügt, ist mit einem Besuch in der Werkstatt gut beraten. Mit rund 45 Minuten Arbeitszeit hält sich der Aufwand in Grenzen, die Montage erfolgt durch erfahrene Spezialisten und die Gewährleistung bleibt erhalten. Ein Termin ist sinnvoll, grundsätzlich kann man aber vor Ort auf den Umbau warten, wenn man etwas Zeit mitbringt.