Honda CB750 Hornet 2026 Test mit E-Clutch Update

Honda CB750 Hornet 2026 Test mit E-Clutch Update

E-Clutch macht die Hornet noch vielseitiger und besser

Die Honda Hornet 2026 bekommt mit der E-Clutch eine spannende Erweiterung. Wie gut funktioniert das System im Alltag und im Winkelwerk auf dem Naked Bike?

Gregor

Gregor

Veröffentlicht am 24.3.2026

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Im Rahmen der europäischen Präsentation in der portugiesischen Algarve stellte Honda die überarbeiteten 750er Modelle für 2026 vor. Während die Transalp mehrere technische Änderungen erhält, bleibt die Hornet ihrem Konzept treu und bekommt ein gezieltes, aber entscheidendes Update. Mit der optionalen Honda E-Clutch zieht eine Technologie ein, die das Fahrerlebnis spürbar verändert. Besonders interessant ist dabei die erstmalige Kombination der Technologie mit Ride-by-Wire, wodurch sich neue Möglichkeiten in der Abstimmung von Antrieb und elektronischer Kupplung ergeben. Trotz teils schwieriger Wetterbedingungen vor Ort ließ sich schnell erkennen, dass dieses Update weit mehr ist als nur ein Komfortfeature.

Was die Honda E-Clutch macht und wie sie funktioniert

Die E-Clutch von Honda ist seit 2024 auf dem Markt. Hier eine kurze Erklärung dieser einzigartigen Technologie für jene, die damit noch gar keinen Kontakt hatten. Mit der E-Clutch verfolgt Honda das Ziel, den Umgang mit dem Motorrad einfacher und gleichzeitig präziser zu gestalten. Das System übernimmt das Kuppeln beim Anfahren, Anhalten und Schalten automatisch, sodass der Fahrer ausschließlich Gasgriff und Schalthebel bedienen muss. Eine Aktuatoreinheit mit zwei Elektromotoren steuert die Kupplung direkt, während der klassische Kupplungshebel weiterhin vorhanden ist und bei Bedarf jederzeit genutzt werden kann.

Hier schön zu sehen, wie am E-Clutch Kästchen das Kupplungsseil wie gewohnt verbaut ist. Die E-Clutch ist so konstruiert, dass eine manuelle Betätigung des Kupplungshebels die elektronische Steuerung immer überstimmt.

Die Gangwechsel erfolgen wie gewohnt über den Fußhebel, werden jedoch durch die elektronische Kupplungssteuerung unterstützt. Dabei sorgt eine gezielte Teilöffnung der Kupplung für besonders gleichmäßige Übergänge zwischen den Gängen. Parallel dazu werden Zündung und Einspritzung wie beim Quickshifter für den Gangwechsel angepasst. Über drei Einstellmöglichkeiten kann der Fahrer das Schaltgefühl am Schalthebel individuell beeinflussen. Wer möchte, kann die E-Clutch vollständig deaktivieren und das Motorrad wie gewohnt manuell fahren. In diesem ersten Test der Honda E-Clutch gibt es mehr Details zu den grundsätzlichen Funktionen, Vor- und Nachteilen der E-Clutch.

E-Clutch 2026 in der Hornet durch Ride-by-Wire deutlich erweitert

Mit der 2026er Hornet erreicht die Honda E-Clutch eine neue Entwicklungsstufe. Erstmals arbeitet das System auf dieser 750er Plattform vollständig vernetzt mit dem Ride-by-Wire-Gas, wodurch sich Kupplungssteuerung, Motorcharakter und Fahrdynamik deutlich enger verzahnen lassen.

Ein zentrales Element dieser Weiterentwicklung ist das automatische Zwischengas beim Runterschalten. Die elektronische Drosselklappe passt die Drehzahl aktiv an den nächsten Gang an, was für spürbar ruhigere und stabilere Gangwechsel sorgt - besonders beim sportlichen Verzögern.

Mit dem 755 cm³ Reihen-Zweizylinder kommt die E-Clutch auch das erste Mal mit elektronischer Drosselklappensteuerung in Kontakt. Das eröffnet einige neue Möglichkeiten.

Darüber hinaus geht die E-Clutch über die Funktionsweise klassischer Quickshifter hinaus. Während diese lediglich Zündung und Einspritzung beeinflussen, regelt die E-Clutch zusätzlich aktiv die Kupplung über eine definierte Halbkupplungsphase. Dadurch bleiben Gangwechsel unabhängig von Drehzahl oder Lastzustand konstant sauber und kontrolliert. Ergänzende Funktionen wie die Schlupferkennung beim Hochschalten oder die Reduktion von Hinterradunruhe beim Runterschalten erweitern das Einsatzspektrum zusätzlich.

E-Clutch im Fahrbetrieb zwischen Komfortlösung und Performance-Tool

Auf der Hornet zeigt die E-Clutch sehr klar, warum sie mehr ist als nur ein Komfortfeature. Im urbanen Einsatz spielt sie ihre Stärken besonders deutlich aus. Gerade bei langsamer Fahrt oder im Stop-and-Go-Verkehr übernimmt das System die Kupplungsarbeit so feinfühlig, dass Rangiermanöver und präzises Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich einfacher werden. Das Zusammenspiel aus Gasannahme und Kupplung wirkt dabei so abgestimmt, dass im Gegensatz zu früher eine zusätzliche Dosierung über die Hinterradbremse nicht mehr notwendig ist.

Ab 2026 lässt die E-Clutch alle Quickshifter Staub fressen. Sie bietet Komfort im Alltag, brilliert aber auch bei der Kurvenjagd durch verlässlich knackige und smoothe Gangwechsel.

Doch auch bei dynamischer Fahrweise überzeugt das System. Beim Beschleunigen aus dem Stand agiert die Kupplung nicht mehr so direkt, intuitiver und kontrollierter als bei früheren Lösungen, ohne die gewünschte Sportlichkeit einzuschränken. Es fühlt sich wirklich sehr ähnlich zu manueller Kupplungsbetätigung eines erfahrenen Fahrers an. Während der Fahrt erinnert das Schaltgefühl zunächst an einen sehr guten Quickshifter, geht aber darüber hinaus. Selbst der beste Quickshifter hat Drehzahlbereiche oder Drosselklappenstellungen, die ihm nicht zu 100% gefallen. Das äußert sich in einem etwas ruppigeren Gangwechsel oder es braucht mehr Kraft am Schalthebel. Mit der E-Clutch erfolgen Schaltmanöver unabhängig von Drehzahl und Lastzustand gleichmäßig, knackig schnell und ohne störende Lastwechselreaktionen. Auf das Niveau mögen auch die besten Schaltassistenten nahe rankommen, aber nur in ihrem absoluten Wohlfühlbereich des Drehzahlbandes. Egal, ob hoch, runter, schnell, oder langsam - die E-Clutch schaltet immer perfekt. Ein bisheriger Kritikpunkt an der E-Clutch, dass beim Runterschalten nicht Zwischengas gegeben wird, wurde nun auch behoben. Ab 2026 hat die E-Clutch den konventionellen Quickshifter endgültig überholt und die Gänge am Kurveneingang runterzuknallen macht mörderischen Spaß. In Summe liefert die E-Clutch damit eine Kombination aus Komfort und Performance, die klassische Quickshifter nicht erreichen können.

Fahreindruck der Honda Hornet im Alltag und auf kurvigen Strecken

Die Vorteile der E-Clutch passen hervorragend zum Charakter der Hornet. Als vielseitiges Naked Bike fühlt sie sich sowohl im Alltag als auch im Winkelwerk zuhause und kann genau dort die Stärken des Systems ausspielen. Die aufrechte Sitzposition, das angenehm abgestimmte Fahrwerk und der zugängliche Motor machen sie zu einem unkomplizierten Begleiter im täglichen Einsatz.

Der 755 Kubik große Parallel-Twin überzeugt mit einer linearen Leistungsentfaltung, die leicht kontrollierbar ist und dennoch im oberen Drehzahlbereich genug Emotion und Druck bietet, um auch sportlich unterwegs zu sein. Interessant ist dabei, wie stark sich der Charakter im Vergleich zur Transalp unterscheidet. Durch eine verkürzte Ansaugung und angepasste Motorsteuerung wirkt der Motor in der Hornet drehfreudiger und lebendiger, ganz im Sinne eines klassischen Naked Bikes.

Die CB750 Hornet ist ein sehr agiles, spaßiges Motorrad mit vielseitiger Ergonomie und Motor. Daran ändert sich auch 2026 nichts.

Im Kurvenbetrieb zeigt sich die Hornet von ihrer verspielten Seite. Der schmale 160er Hinterreifen sorgt für ein sehr agiles Einlenkverhalten und macht das Motorrad extrem leichtfüßig in engen Radien. Gleichzeitig bleibt das Fahrwerk stabil genug, um auch bei ambitionierter Gangart Vertrauen zu vermitteln. Noch eine Lanze muss ich für den neuen Michelin Serienreifen brechen. Bisher war der Road 5 der Pneu ab Werk, nun ist es der Nachfolger Road 6. Im verregneten Portugal hat mir der Reifen seine Nass-Performance deutlich gezeigt und ich war beeindruckt.

Kritikpunkte gibt es dennoch, vor allem beim Punkt Ergonomie. Für meine 1,85 m fühlt es sich auf der Hornet etwas gedrängt an. Der Lenker wirkt etwas zu hoch und zu schmal. Eine weiter vorne platzierte und breitere Ausführung würde das Gefühl für das Vorderrad verbessern und die ohnehin vorhandene Agilität noch besser unterstützen. Unterm Strich bleibt die Hornet aber ein sehr ausgewogenes Naked Bike mit hohem Fahrspaß in unterschiedlichsten Einsatzbereichen.

Preis, Ausstattung und Zubehör der Honda Hornet 2026

Die Honda CB750 Hornet 2026 bleibt preislich auf dem Niveau des Vorgängermodells. In Österreich liegt sie bei 9.290 € Euro in der Basisversion, während die Variante mit E-Clutch auf 9.990 € kommt. Damit wurde die Standard-Hornet im Vergleich zu 2025 um 300 € teurer.

Zur 2026er Serienausstattung gehören ein fünf Zoll TFT-Display mit Honda RoadSync, fünf Fahrmodi, Traktionskontrolle mit Wheelie Control, LED-Beleuchtung sowie moderne Bedienelemente über einen vierfachen Lenkerschalter. In der E-Clutch-Version ist außerdem der neue Bugspoiler serienmäßig verbaut.

Die Farbpalette der Honda CB750 Hornet 2026.

Auch für die Hornet bietet Honda umfangreiche Zubehörlösungen an, die in verschiedenen Paketen zusammengefasst sind. Diese reichen von optischen Anpassungen über Komfortfeatures bis hin zu sportlichen Erweiterungen wie Sitzabdeckungen oder Quickshifter für Modelle ohne E-Clutch. Die Zubehörteile sind dabei so konzipiert, dass sie sich problemlos kombinieren lassen und eine individuelle Anpassung des Motorrads ermöglichen.

Wie viel kostet eine Honda CB750 Hornet E-Clutch?
Hier findest du einen Überblick über das Preisniveau von neuen und gebrauchten Motorrädern!
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Honda CB750 Hornet E-Clutch 2026 - Erfahrungen und Expertengutachten

Gregor

Die Hornet 2026 bleibt sich treu und wird durch die E-Clutch sinnvoll ergänzt. Das System steigert Komfort und Performance gleichermaßen und passt perfekt zum vielseitigen Charakter des Naked Bikes. Durch das erstmalige Zusammenspiel von elektronischer Drosselklappensteuerung und E-Clutch hat die hybride Kupplungstechnologie der Japaner nun endgültig herkömmliche Schaltassistenten überholt und harmoniert ausgezeichnet mit der Hornet. Sowohl Motorrad als auch E-Clutch punkten bei alltäglichen Situationen sowie spaßigen Ausfahrten.


E-Clutch so gut wie nie zuvor, bietet Komfort & Performance

hoher Alltagskomfort

agiles Handling

zugänglicher und zugleich emotionaler Motor

schön ausbalanciertes Fahrwerk

sehr attraktiver Preis

Ergonomie für große Fahrer suboptimal

Lenker könnte breiter und weiter vorne sein

Fahrwerk (im Gegensatz zu Transalp Modellschwester) nicht einstellbar

Honda CB750 Hornet 2026 Test mit E-Clutch Update Bilder

Quelle: 1000PS

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