Moto Morini Coguaro: Neue Enduro mit 34 PS vorgestellt

Mehr Alltag im Gelände-Konzept der Kanguro 300

Ein bekannter Name kehrt zurück, diesmal mit dem Einzylinder der Kanguro 300 und mehr Augenmerk auf Alltag, Sozius und Gepäck. Dazu gibt es 21 Zoll vorne und lange Federwege. So positioniert Moto Morini die neue Coguaro.

by Der Horvath on 03.11.2026

In den 1980er-Jahren gab es bei Moto Morini bereits eine Coguaro mit 350 beziehungsweise 500 cm³. Die damalige Straßenenduro kombinierte ein 21-Zoll-Vorderrad mit einem Konzept, das laut Hersteller lange Etappen, unkompliziertes Handling und Alltagstauglichkeit zusammenbringen sollte. Auf der EICMA stellt die Marke nun eine neue Coguaro vor. Sie greift diese Idee wieder auf und soll auch Fahrer ansprechen, die abseits befestigter Straßen unterwegs sein möchten, ohne gleich ein spezialisiertes Geländemotorrad zu wählen.

Moto Morini Coguaro: 34 PS aus einem Einzylinder

Beim Antrieb setzt Moto Morini auf die Plattform der Kanguro 300. Der flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Einzylinder mit DOHC-Ventilsteuerung hat exakt 292,4 cm³ Hubraum. Seine Bohrung beträgt 78 mm, der Hub 61,2 mm und das Verdichtungsverhältnis 11,5:1. Laut Hersteller stehen 34 PS beziehungsweise 25 kW bei 9.000 U/min sowie 27 Nm bei 8.500 U/min bereit. Der Motor erfüllt Euro 5+, die Höchstgeschwindigkeit gibt Moto Morini mit 145 km/h an. Damit sind die technischen Eckdaten gesetzt, während sich die Coguaro vor allem über ihre Ausrichtung von der Kanguro abheben soll.

Der flüssigkeitsgekühlte DOHC-Einzylinder leistet laut Moto Morini 34 PS bei 9.000 U/min.

Coguaro mit verstärktem Heck und versetztem Tank

Die Verwandtschaft bleibt auch beim Fahrwerkskonzept bestehen. Moto Morini nutzt die Grundlage der Kanguro 300, legt die Coguaro aber vielseitiger und weniger spezialisiert aus. Dafür wird der Rahmen im hinteren Bereich verstärkt, um die Mitnahme eines Sozius oder von Gepäck besser zu ermöglichen. Der Hauptrahmen besteht aus Chrom-Molybdän-Stahl und kombiniert zwei obere Träger mit einer geschlossenen Wiegenkonstruktion. Auch die geschweißte Schwinge mit ihren rechteckigen Profilen ist aus Stahl gefertigt. Für diese Komponenten nennt der Hersteller Einfachheit und Robustheit als Auswahlkriterien.

Der Tank rückt nach vorne. Das soll den Fahrersitz komfortabler und zugänglicher machen.

Der 14 Liter fassende Tank wandert nach vorne. Laut Moto Morini soll das den Fahrersitz komfortabler und zugänglicher machen sowie die Gewichtsverteilung verändern. Die Sitzhöhe liegt bei 845 mm, das Trockengewicht bei 160 kg. Wichtig für die Einordnung: Das ist ausdrücklich die trockene Gewichtsangabe des Herstellers. Die Coguaro misst 2.240 mm in der Länge, 905 mm in der Breite und 1.405 mm in der Höhe. Der Radstand beträgt 1.465 mm. Die Änderungen an Heck und Tank unterstreichen den Anspruch, neben Ausflügen ins Gelände auch den täglichen Einsatz abzudecken.

Moto Morini Coguaro: 230 mm Federweg und Offroad-ABS

Vorne bleibt es beim namensgeschichtlich passenden 21-Zoll-Rad, hinten kommt ein 18-Zoll-Rad zum Einsatz. Als Reifendimensionen nennt das Datenblatt 80/100-21 und 120/80-18. Eine konventionelle Telegabel mit 37 mm Standrohrdurchmesser bietet 230 mm Federweg. Hinten arbeitet ein progressiv angelenktes Zentralfederbein mit Pro-Link-System, ebenfalls mit 230 mm Federweg. Dazu kommen 255 mm Bodenfreiheit. Moto Morini verfolgt damit das Ziel, den Einstieg ins Geländefahren mit einem einfach zu nutzenden Motorrad zu erleichtern und gleichzeitig die Vielseitigkeit auf der Straße zu bewahren.

Vorne kombiniert die Coguaro eine 295-mm-Bremsscheibe mit einem Zweikolben-Bremssattel.

Gebremst wird vorne mit einer 295-mm-Scheibe und einem Zweikolben-Bremssattel. Am Hinterrad sitzt eine Bremsscheibe mit 255 mm Durchmesser. Im Offroad-Modus wird das ABS deaktiviert. Die Kombination aus großen Rädern, langen Federwegen und abschaltbarem ABS gehört damit zum technischen Konzept, während Moto Morini die Coguaro insgesamt einem breiteren Publikum als die Kanguro zugänglich machen möchte.

Coguaro: Südamerika und Asien im Fokus

Die neue Enduro ist zugleich Teil der internationalen Wachstumsstrategie von Moto Morini. Als Hauptzielmärkte nennt die Marke Südamerika und Asien. Gerade dort sieht der Hersteller Potenzial für Motorräder mit kleinem Hubraum und 21-Zoll-Vorderrad, die sowohl Mobilität im Alltag als auch Ausflüge abseits bekannter Wege ermöglichen sollen. Die Coguaro teilt den Entdeckungsgedanken der Kanguro, soll durch ihre andere Positionierung aber zusätzliche Käufer und unterschiedliche Einsatzbedürfnisse erreichen. Der historische Name liefert dafür den Bezug zur eigenen Modellgeschichte.

FAQ zur neuen Moto Morini Coguaro

Welchen Motor hat die Moto Morini Coguaro?

Sie nutzt einen flüssigkeitsgekühlten DOHC-Viertakt-Einzylinder aus der Motorenplattform der Kanguro 300. Er hat 292,4 cm³, leistet laut Hersteller 34 PS bei 9.000 U/min und liefert 27 Nm bei 8.500 U/min.

Was unterscheidet die Coguaro von der Kanguro 300?

Moto Morini positioniert sie vielseitiger und weniger spezialisiert. Das verstärkte Rahmenheck ist für Sozius oder Gepäck ausgelegt, der nach vorne versetzte Tank soll den Fahrersitz komfortabler und zugänglicher machen.

Welche Räder und Federwege bietet die Coguaro?

Vorne kommen 21 Zoll, hinten 18 Zoll zum Einsatz. Der Federweg beträgt an beiden Achsen 230 mm, die Bodenfreiheit 255 mm. Im Offroad-Modus wird das ABS deaktiviert.

Wie hoch und wie schwer ist die Moto Morini Coguaro?

Der Hersteller nennt 845 mm Sitzhöhe und 160 kg Trockengewicht. Der Tank fasst 14 Liter.