CFMOTO V4SR-RR: V4-Superbike mit aktiven Winglets

Bewegliche Flügel und Titanpleuel fürs neue Flaggschiff

Ein eigener V4 ist CFMOTO für das neue Flaggschiff nicht genug. Die V4SR-RR bekommt bewegliche Winglets und Komponenten namhafter Rennsportzulieferer. Was steckt hinter dem Superbike und der zusätzlich angekündigten Carbon Black?

by Der Horvath on 03.11.2026

CFMOTO V4SR-RR: Aus der Vision wird ein Superbike

2024 zeigt CFMOTO mit der Vision Master of Speed, wohin die sportliche Reise gehen soll. Jetzt bekommt diese Idee einen konkreten Namen: V4SR-RR. Mit dem neuen Supersport-Flaggschiff will die Marke im Superbike-Segment Fuß fassen und setzt dafür auf einen selbst entwickelten V4, aktive Aerodynamik und Komponenten mit Rennsportbezug. Der technische Aufwand reicht bis zu Titanpleueln und einer vollständig einstellbaren Fahrwerksgeometrie. Die Zielrichtung ist damit klar: Hier soll das Know-how der Marke auf der Rennstrecke sichtbar werden.

CFMOTO V4SR-RR: 997er-V4 mit Titanpleueln

Im Zentrum sitzt ein hauseigener V4 mit 997 cm³ Hubraum und 90 Grad Zylinderwinkel. CFMOTO nennt mehr als 210 PS und Drehzahlen bis 15.000 U/min. Dazu kommen eine gegenläufig rotierende Kurbelwelle und Titanpleuel von Pankl. Beim Gewicht nennt der Hersteller rund 180 kg trocken. Zusammen mit der auf Präzision und Fahrerkontrolle ausgelegten Geometrie soll dieses Paket die Grundlage für das angestrebte Leistungsniveau bilden.

CFMOTO nennt für die V4SR-RR rund 180 kg Trockengewicht.

CFMOTO V4SR-RR: Winglets arbeiten unabhängig

Bei den Flügeln bleibt es nicht bei einer starren Form. Die aktiven Winglets lassen sich unabhängig voneinander betätigen und sollen Stabilität, Bremsverhalten und Handling unterstützen. CFMOTO nennt dazu einen konkreten Vergleich: Unmittelbar vor dem Bremsen aus 160 km/h könne das System den Abtrieb am Vorderrad gegenüber feststehenden Winglets um 20 Prozent erhöhen. Bei höheren Geschwindigkeiten soll eine asymmetrische Betätigung außerdem Richtungswechsel unterstützen. Die Aerodynamik bekommt damit eine aktive Aufgabe beim Verzögern und beim Wechsel der Fahrtrichtung, statt lediglich auf einen festen Anstellwinkel angewiesen zu sein.

Die Winglets sollen laut CFMOTO unabhängig voneinander arbeiten und Bremsen sowie Richtungswechsel unterstützen.

CFMOTO V4SR-RR mit Öhlins und Brembo Hypure Sport

Auch bei den übrigen Bauteilen greift CFMOTO zu bekannten Namen. Zur vollständig einstellbaren Fahrwerksgeometrie kommen Federelemente von Öhlins und Brembo-Hypure-Sport-Bremssättel. Aufgezogen sind Pirelli Diablo Supercorsa SP V4, die Abgase führt eine komplette Titananlage von Akrapovič ab. Damit zieht sich der sportliche Anspruch vom Fahrwerk über Bremsen und Reifen bis zur Auspuffanlage. Konkrete Einstellbereiche der Geometrie oder nähere Angaben zu den Federelementen nennt die vorliegende Information allerdings nicht. Die Komponentenliste fällt also bereits konkret aus, die Detailabstimmung bleibt noch offen.

Das Showbike der V4SR-RR mit sportlicher Verkleidung und Öhlins-Fahrwerk.

CFMOTO V4SR-RR Carbon Black für die EICMA

Auf dem EICMA-Stand soll neben der V4SR-RR auch die V4SR-RR Carbon Black stehen. CFMOTO beschreibt sie als nochmals konsequenter auf die Rennstrecke ausgerichtete Interpretation derselben Plattform. Dafür sind ausgewählte Performance-Komponenten und Zubehörteile vorgesehen. Welche das genau sind, verrät die Unterlage noch nicht. Die Carbon Black soll zugleich zeigen, welches technische Potenzial und welche Möglichkeiten zur Individualisierung in der Basis stecken.

FAQ zur CFMOTO V4SR-RR und Carbon Black

Welchen Motor bekommt die CFMOTO V4SR-RR? Ein selbst entwickelter 90-Grad-V4 mit 997 cm³, gegenläufiger Kurbelwelle und Titanpleueln von Pankl. Der Hersteller nennt mehr als 210 hp und Drehzahlen bis 15.000 U/min.

Wie schwer ist die CFMOTO V4SR-RR? Laut CFMOTO beträgt das Trockengewicht rund 180 kg. Ein fahrfertiges Gewicht wird in der Unterlage nicht angegeben.

Was sollen die aktiven Winglets bewirken? Sie sollen Stabilität, Bremsverhalten und Handling unterstützen. CFMOTO nennt 20 Prozent mehr Abtrieb am Vorderrad unmittelbar vor dem Bremsen aus 160 km/h gegenüber starren Winglets sowie Unterstützung bei Richtungswechseln durch asymmetrischen Betrieb.

Was unterscheidet die Carbon Black und wann kommt sie? Angekündigt ist eine stärker auf die Rennstrecke ausgerichtete Ausführung mit speziellen Komponenten und Zubehör. Weitere Details sollen auf der EICMA folgen. Preise und einen Verkaufsstart nennt die vorliegende Presseinformation für die beiden Ausführungen nicht.