BMW in 25 Jahren 1000PS vom Streber zum Maßstab

Was wir über BMW gesagt haben und was davon geblieben ist

Vom biederen Bayern zum Klassenbesten: Wie BMW in 25 Jahren 1000PS mit S 1000 RR und GS zur Messlatte wurde.

by nastynils on 11.10.2026

Das stärkste Naked Bike der Welt kommt aus Bayern. Die Latte liegt hoch! So begann 2005 unser Test der K 1200 R, und ein paar Zeilen weiter stand der Satz, der BMW für uns lange beschrieb: Es ist so, als würde ausgerechnet der größte Streber in der Klasse, am Skikurs die Turnlehrerin flachlegen. Der Streber, das waren die biederen Bayern, gründlich, verlässlich, ein bisserl fad. Und plötzlich die Schnellsten. Heute ist aus dem Streber der Klassenbeste geworden. Über keine Marke haben wir auf YouTube mehr geredet: Fast jede siebte Minute, in der es bei uns um eine Motorradmarke ging, ging es um BMW. Klassenbester bleibt man aber nicht von allein. Hier steht, wie BMW dorthin kam, was es uns Fahrer gekostet hat und warum die anderen inzwischen mitgelernt haben.

Der brave Bayer lässt 2004 endlich die Sau raus

Hand aufs Herz: In unseren ersten Jahren war BMW für uns der biedere Bayer. 2003 findet sich im Archiv kein einziger redaktioneller BMW-Text, nur Händlermeldungen. Unsere BMW-Geschichte beginnt im Juli 2004 mit der K 1200 S und einem Fazit voller Erleichterung: Endlich lassen die Bayern auch im Motorradbau endlich mal die Sau raus. Dass die Bayern ultimativ geile Motoren bauen können, bewiesen sie uns Motorradfahrern bisher in demütigenden Autobahnniederlagen gegen M3 und M5 Bürgerkäfige. Gemeint war: Die BMW-Autos hatten uns auf der Autobahn längst gedemütigt, jetzt zeigte endlich auch ein BMW-Motorrad, was in den Bayern steckt. Ein Jahr später kostete die K 1200 R 15.990 Euro, und wir schrieben: Der Preis ist heiß. Sorry Leute! Aber es muss sein. Der Listenpreis: 15.990 Euro. Schluck. Merk dir dieses Schluck. Der Preis begleitet BMW durch die ganze Geschichte.

Erst kam die Leistung, das Image kam viel später

2006, im Test der R 1200 S, gaben wir offen zu, wie wir BMW bis dahin gesehen hatten: Vor Jahren noch hätte ich es schwer gehabt, ein BMW Modell zu finden, dass ich freiwillig in meine Garage stellen würde. Mittlerweile hat sich einiges getan, sehr vieles sogar. Die Motorräder waren also schon besser als ihr Ruf. Den Ruf selbst trauten wir BMW noch nicht zu. Nach der wilden HP2 Megamoto schrieben wir 2007: Auch in den Köpfen jener Motorradfreaks mit genug Geld am Konto wird der Image-Wandel von BMW noch nicht ganz vollzogen sein. Es wird noch dauern bis auch sie glauben, dass BMW richtig scharfe Eisen baut. Wie lange es dauerte? Zwei Jahre. Dann brachte BMW ein Superbike, und die Frage nach dem Image war für uns beantwortet.

Portimão 2009 und eine BMW, die mehr kann als versprochen

Am 24. November 2009 stand die S 1000 RR in Portimão, und wir schrieben: Das Warten hat ein Ende! BMW hat die Motorrad-Abteilung von der Leine gelassen. … 193 Pferde sind nun die neue Referenz in der Klasse. Noch mehr beschäftigte uns der Schalter für die Fahrmodi: Ein Rudel Ingenieure wird ersetzt durch einen Knopf. Die Abstimmung, für die früher Fachleute nötig waren, steckte jetzt in einem Schalter. 2010 begannen wir zu filmen, und fast neun von zehn Minuten, die wir in diesem Jahr über BMW-Modelle sprachen, galten der S 1000 RR. Beim großen Superbike-Vergleich im Juni 2010 siegte sie, und auf dem Prüfstand kam die Pointe für die Konkurrenz: die BMW drückt ganz normal immer mehr am Prüfstand als das Prospekt verspricht. Von den Japanern waren wir das Gegenteil gewohnt.

2013 wird die wassergekühlte GS zur Golfklasse

Den nächsten Wendepunkt brachte der Februar 2013: die erste wassergekühlte R 1200 GS. Viele GS-Fahrer fürchteten um den Charakter des Boxers, wir konnten sie beruhigen: da steckt mehr Boxerspirit drin als je zuvor. Im Juni fanden wir das Bild, das seither hängen blieb: Würde es so etwas wie eine Golfklasse auch bei den Motorrädern geben, also ein Auto, das eine ganze Klasse definiert, dann wäre das hier im Reiseenduro Bereich vermutlich die GS. Alle wollen so sein wie sie. Im Testbericht stand dazu: Die Neue ist gleichzeitig die beste GS aller Zeiten und bietet pragmatisch betrachtet keinerlei Ansatzmöglichkeiten für Kritik. Wird sich verkaufen wie geschnitten Brot. Im selben Text aber auch eine Warnung, die erst Jahre später richtig wichtig wurde: Aber die Konkurrenz wird der R 1200 GS verdammt gefährlich.

BMW R 1200 GS beim 1000PS Test

Das videoreichste BMW-Jahr bringt zwei Überraschungen

2014 drehten wir so viele BMW-Videos wie nie davor und nie danach: 82 Stück. Die erste Überraschung betraf uns selbst. Einer von uns war überzeugt, die KTM Super Duke sei nicht zu schlagen, und hatte sich bereits eine gekauft. Dann kam der Vergleich: Bei den ersten Vergleichen mit der S 1000 R hat sich dann aber gezeigt, dass trotz der 20 PS, die da fehlen, die S 1000 R der Super Duke R näher ist, als wir dachten. Zwanzig PS weniger und trotzdem dran, das war eine Ansage. Die zweite Überraschung war die R nineT, ein Retro-Motorrad mit luftgekühltem Boxer: Herausgekommen ist ein Produkt, von dem man jetzt denkt, das war immer schon da. Man könnte fast sagen, das ist die Begründerin dieses Segmentes, der Cafe Racer. Der Streber konnte plötzlich auch lässig.

BMW S 1000 R in Almeria beim 1000PS Test

Ab 2015 baut BMW für jeden Fahrer ein Motorrad

Zwischen 2015 und 2019 baute BMW so breit wie nie: Zwölf Baureihen kamen bei uns regelmäßig vor, von der kleinen G 310 bis zum Sechszylinder K 1600. Ende 2015 hatten wir das Muster erkannt: BMW grast einfach alle Segmente ab. … Die sind doch auch vor einigen Jahren mit der S 1000 RR in die Superbike-Klasse eingestiegen. Da haben wir gesagt, BMW, na wird das was werden? Ja, es wurde etwas. Auch unsere Videos veränderten sich. Aus Clips von drei Minuten wurden Tests von neun, später über zwanzig Minuten, denn bei jeder neuen BMW gab es mehr zu erklären: Fahrmodi, Pakete, Zubehör. 2018 nannten wir die Marke den Zubehör-Weltmeister. 2019 bekam BMW bei uns so viel Sendezeit wie nie zuvor: gut jede sechste Minute, in der wir über eine Marke sprachen.

BMW R nineT und R 1200 R im Vergleich. Fotomontagen waren damals ohne KI noch sehr mühsam.
BMW G 310 R

Der Boxer überlebt jeden Nachruf, auch unseren

Über die GS wurden wir in diesen Jahren ehrlicher. 2016 hieß es: Ein grandioses Reisemotorrad, die vielleicht nicht spitz genug positioniert ist. … sie ist nicht die stärkste, die leichteste, nicht die offroad-tauglichste. Also nirgendwo der absolute Klassenprimus. Aber ein ganz, ganz gewaltiger Allrounder. Im selben Jahr schrieben wir über die luftgekühlte R nineT, sie sei Ein Denkmal für den Boxer und seine letzte unverfälschte Verkörperung. Das klang, als ginge eine Ära zu Ende. 2018, bei der R 1250 GS, widersprachen wir uns selbst: Es hat schon vor 20 Jahren geheißen, die Entwicklung des Boxers ist am Ende. … Und ich bin mir natürlich sicher, dass die Entwicklung des Boxers noch lange nicht abgeschlossen ist. Seither kamen die R 1300 GS und die R 12-Familie. Unser Abgesang von 2016 war zu früh. Gut so!

BMW R 1250 GS - Hier ein Foto aus den BMW Presseunterlagen. In der Realität fahren BMW Kunden damit aufs Stilfserjoch, bei den Marketingbildern hatte man immer das Gefühl die GS wird als Motorsportgerät fürs Gelände benötigt. Irgendie schämte sich BMW immer für ihre ältere und solvente Zielgruppe. Die anderen Hersteller haben sie um die zahlreichen Anwälte und Zahnärzte beneidet.

2019 zeigen sich die ersten Risse in der Lieferkette

2019 bekam das Bild vom perfekten Streber den ersten Riss, und zwar nicht am Motorrad, sondern bei der Lieferung. Über die neue S 1000 RR sagten wir im April: Alter, wo sind sie? Wo sind die Maschinen? … die wird erst frühestens im Juni ausgeliefert. Ein holpriger Start. Im Dezember wurden wir grundsätzlich, weil es nicht bei einem Modell blieb: Und irgendein Einkaufs-Havara, Manager, quetscht einen armen Lieferanten offensichtlich so aus, dass er die geforderte Qualität dann doch nicht liefern kann. Das machen sie jetzt schon bei ein paar Modellen. Ein Einkäufer, der beim Zulieferer jeden Cent herausquetscht, und am Ende fehlt die Qualität: Das war 2019 nur eine Vermutung. Merk dir den Satz trotzdem. Fünf Jahre später kommt er zurück, ausgerechnet bei der GS.

Die R 18 und ein Plädoyer für ein bisschen Stolz

2020 kam die R 18, ein Cruiser mit einem Boxer von 1.802 Kubik. Zuerst die Warnung, die bei BMW schon Tradition hatte: Probiert es aus, schaut es euch an, macht die Konfiguration und seid erschüttert über das, was rechts unten steht. Rechts unten im Konfigurator steht der Preis. Dann aber eine Verteidigung, die man von uns selten hört, gegen die Kritik aus Deutschland am eigenen Produkt: Das ist irgendwie eine merkwürdige deutsche Angelegenheit, dass man die eigenen Produkte gar nicht so feiert mit Patriotismus und Stolz. … weil es durchaus ein ganz großer Wurf ist. Und 2021, auf der R 18 Classic: Das erste Motorrad, auf dem ich gesessen bin, wo ich das Gefühl gehabt habe, ich bin wer. Lob und Preiswarnung im selben Atemzug: So reden wir über BMW, seit wir über BMW berichten.

Die Gelddruckmaschine aus Bayern bekommt Konkurrenz

Die GS war inzwischen der Maßstab, an dem sich alle anderen messen lassen mussten. Im Februar 2021 kündigten wir den Vergleich mit der Ducati Multistrada so an: Die perfekte, die makellose, die fehlerlose Gelddruckmaschine aus Bayern, der Kassenschlager der letzten Jahre, die BMW R 1250 GS … tritt an gegen eine neue Herausforderin aus Italien. Das Urteil: Es gibt keinen Makel an der GS, und doch gelang die Mischung aus Sportlichkeit und Komfort auf der Multistrada noch besser als an der GS. Ducati wurde zum neuen Lieblingsgegner. In den ersten Videojahren nannten wir in BMW-Videos am häufigsten KTM als Konkurrenz, ab 2020 Ducati. Gegen den Neuling aus Amerika, die Harley-Davidson Pan America, blieb die GS dagegen klar vorne: Die BMW ist in vielen Belangen reifer, erwachsener und daher besser.

Eine leise Revolution, eine Sorge und ein stilles Jahr

Im Jänner 2022 kam der Elektroroller CE 04: BMW will die leise Revolution starten mit dem neuen CE 04, der den Startschuss eröffnet für die zukünftige Urban Mobility von BMW, die rein elektrisch sein wird. Im selben Monat wurden wir nachdenklich. Uns war aufgefallen, dass teure Motorräder in Details billiger gemacht und mit Software ausgeglichen werden, bei gleichem Preis: Diese Tendenzen, die machen mich irgendwie nervös. Weil wer weiß, was als nächstes kommt. 2023 wurde es ruhig, nur 13 BMW-Videos, so wenige wie in keinem Jahr seit 2010. Die Händler hatten mit der GS zwar das stärkste Pferd im Stall, aber auch ein Problem, das wir offen ansprachen: Die Käuferinnen und Käufer sind relativ alt. Im Herbst kam dann eine neue GS, und mit ihr die bewegtesten Jahre dieser Geschichte.

Oktober 2023 und eine BMW, die nicht teuer wirkt

Im Oktober 2023 bin ich die neue BMW R 1300 GS vier Tage lang gefahren, mit viel Neugier und mit dem Wissen, wie genau ihr bei diesem Motorrad hinschaut. Danach saßen wir vor dem Konfigurator, 24.400 Euro in Deutschland, und es fiel ein Satz, den man von uns über BMW kaum je gehört hatte: Das ist ein Wahnsinn, dass ich das nur erleben darf, dass eine BMW gar nicht so teuer wirkt. Zur Einordnung: 2005 schluckten wir bei 15.990 Euro für die K 1200 R, 2018 lag die R 1250 GS schon fast bei 20.000 Euro. Teuer war die neue GS also auch, aber sie wirkte ihr Geld wert. Die Freude darüber hielt genau vier Monate.

Motortausch nach 700 Kilometern und eine Rückrufwelle

Im Februar 2024 stand unser Dauertest-Exemplar nach nur 700 Kilometern in der Werkstatt und bekam einen neuen Motor. Wir hatten Pech im großen Stil: 52 1300er GS sind weltweit betroffen. Also das musst du mal schaffen, dass du da die eine davon hast. Dabei blieb es nicht. 2024 gab es einen Rückruf für die Vario-Koffer, und der Schalthebel aus Kunststoff wurde zum Thema. In unseren BMW-Videos fielen Wörter wie Defekt, Rückruf und Zuverlässigkeit um rund siebzig Prozent öfter als in den ersten Videojahren. Zu Weihnachten 2024 zogen wir nach 13.000 Kilometern Bilanz: Aber nichtsdestotrotz hat man einen gewissen Qualitätsanspruch … wenn man eine GS kauft. Und den erfüllt sie aus unserer Sicht nicht, zumindest im ersten Jahr nicht. Für das Motorrad, das jahrzehntelang für Verlässlichkeit stand, ist das ein harter Satz.

Die härtesten Worte, die wir je über BMW fanden

Im Frühjahr 2025 trauerten wir dem Charakter der Vorgängerin nach, deren Boxer von unten heraus kräftig anschob: Sie hätte ruhig Drehmomenthammer bleiben können und es wäre gut gewesen. Im Mai 2025 fielen dann die härtesten Worte, die wir je über BMW gesagt haben: Dass ich es als unangebracht empfinde, ein Motorrad in einem vermeintlich unfertigen Zustand auszuliefern. Und das, was BMW hier geleistet hat, ist für mich schlicht und ergreifend peinlich. Im September 2025 beendeten wir den Dauertest nach 17.000 Kilometern, und der Grund war unangenehm ehrlich: Es ist einfach merklich gewesen, dass das Interesse an diesem Fahrzeug über diese Saison deutlich zurückgegangen ist. Unsere Klickzahlen haben dafür gesprochen. Auch ihr hattet genug von den Problemen gehört und habt mit der Maus abgestimmt.

Rekordjahr trotz Kinderkrankheiten der neuen GS

Und jetzt die Pointe dieser Jahre: Genau in dieser Zeit verkaufte BMW so viele Motorräder wie nie. Im Jänner 2025 meldeten wir: BMW Motorrad erzielt 2024 mit 210.408 ausgelieferten Motorrädern das stärkste Absatzergebnis seiner Geschichte. Dazu kamen über 20.000 Roller aus der Stadtsparte. Danach wurde es besser, und wir nahmen einiges zurück. Im Oktober 2025 hieß es: BMW hat Qualitätssicherung betrieben. Im Dezember, nach 10.000 Kilometern mit der jüngsten GS-Generation: Es hat alles an der GS gut funktioniert, wir hatten keine der befürchteten vorherigen Ausfälle. Und im Jänner 2026: In einem rückläufigen Gesamtsegment über 500 ccm konnte BMW +4,1 Prozentpunkte Marktanteil gewinnen. Ganz verflogen ist das Misstrauen nicht. Bei der Frage, wem wir die nächsten 100.000 Kilometer zutrauen, hatten wir 2026 mehr Vertrauen bei der Honda als bei der BMW.

Ein halbes Jahr im Konfigurator für die R 12 G/S

Beim Preis hat sich in zwanzig Jahren wenig geändert, nur reden wir heute offener darüber. Und öfter: Preis, teuer und Aufpreis fallen in unseren BMW-Videos heute rund um die Hälfte häufiger als in den ersten Videojahren. Im Februar 2026, beim großen GS-Vergleich, hieß es über die neue R 12 G/S: Ich habe, glaube ich, ein halbes Jahr lang im Konfigurator rumgefingert und habe immer wieder das Handtuch geworfen, weil es mir einfach zu teuer war … aber es ist halt so, die Leute sind so deppert, so wie ich, du kannst es nicht aushalten, es ist einfach geil. Deppert sagt man in Österreich, wenn jemand nicht ganz bei Sinnen ist, und wer selbst schon konfiguriert hat, kennt das Gefühl.

Was wir über BMW prophezeiten und was daraus wurde

Jetzt der unangenehme Teil, die Abrechnung mit uns selbst. 2007 meinten wir, es werde noch dauern, bis die Kunden BMW scharfe Eisen zutrauen. Zwei Jahre später kam die S 1000 RR. Treffer, nur schneller als gedacht. 2013 nannten wir die neue GS die beste GS aller Zeiten, und in Tests von 2017 und 2021 stand dieses Urteil wieder. 2026 reichte es in unseren eigenen Top Awards nur noch für Platz drei. Nicht, weil die GS schlechter wurde, sondern weil die Konkurrenz aufgeholt hat, wie wir es 2013 vorhergesagt hatten. 2019 vermuteten wir ausgequetschte Zulieferer, fünf Jahre später kamen die Rückrufe. 2022 machten uns Sparmaßnahmen an teuren Modellen nervös, 2025 sagten wir peinlich. Und der CE 04 als leise Revolution? Sie kam, aber nur in der Stadt. Ein großes Elektro-Motorrad von BMW gibt es in unserem Archiv bis heute nicht.

Platz drei und warum das ein Kompliment ist

Im August 2026 verlasen wir die Ergebnisse unserer Top Awards: Sie war ja jahrelang der Superstar bei den Reise-Enduros und der Bestseller … hat sie nicht genug Stimmen gekriegt, um auf Platz 1 zu kommen. Platz 3 ist ein respektables Ergebnis, die Konkurrenz ist stark … aber die Konkurrenz ist stärker. Fakt ist: BMW hat aufgehört, die Ausnahme zu sein, und ist zur Messlatte geworden, an der sich alle abarbeiten. Das hat die Konkurrenz besser gemacht, und davon profitierst du als Käufer, egal welche Marke in deiner Garage steht. Wir haben BMW in all den Jahren gelobt und kritisiert, uns geirrt und uns korrigiert, aber nie durchgewunken. Der Streber von 2005 ist erwachsen geworden. Die Klasse hat von ihm abgeschrieben, und das ist das schönste Kompliment, das man einem Streber machen kann.

Über diese Serie zum 25. Geburtstag von 1000PS.at

Im Oktober 2001 ging 1000PS.at als Diplomarbeitsprojekt von Nils Müller an der Fachhochschule Wiener Neustadt online. Daraus ist eine Plattform gewachsen, die Motorradjournalismus, Community und digitale Lösungen für die Branche verbindet. Zum 25-jährigen Jubiläum im Oktober 2026 blicken wir in dieser Serie auf die Entwicklung der Motorradmarken zurück aus einem Vierteljahrhundert eigener Berichterstattung, mit vielen selbst gefahrenen Kilometern und jener Neugier, die uns seit dem ersten Tag antreibt: Was kommt als Nächstes?