R1250GS - R12 GS und R1300GS im Vergleich
Vier Boxer, vier Charaktere – GS im Vergleich
Vier BMW GS-Modelle im Direktvergleich – NastyNils analysiert auf kurvigen Bergstraßen, Schotter und Autobahn, wie unterschiedlich R 12 G/S, R 1250 GS, R 1300 GS und Adventure wirklich sind.
Vier Boxer, vier Geschichten und ein verblüffendes Fazit. In den ersten 3 Januarwochen hatte ich die seltene Gelegenheit, sämtliche aktuellen BMW-Boxer-Enduros intensiv zu fahren. Vom reduzierten Scrambler-Retro der R 12 G/S über die bewährte Souveränität der R 1250 GS bis hin zur Hightech-Attacke der R 1300 GS und deren imposanten Pendant, der R 1300 GS Adventure. Ein Feuerwerk an Eindrücken, das nicht nur das Herz eines Testpiloten höher schlagen lässt, sondern auch zeigt: Diese vier Modelle könnten unterschiedlicher nicht sein trotz gemeinsamer DNA.
Die neue R 12 G/S: Emotion schlägt Vernunft
Manchmal reicht ein einziger Griff zum Gas, um sich zu verlieben. Bei der R 12 G/S war es genau dieser Moment: Das feinfühlige, ruckfreie Ansprechverhalten lässt vergessen, dass hier ein luft-/ölgekühlter Boxer werkelt. Das Fahrgefühl ist lebendig, unmittelbar, emotional ein Scrambler mit Enduro-Gestus, gebaut für die Seele, nicht für das Datenblatt. Mit bewusst spürbaren Lastwechselreaktionen, satten Bremsmomenten und einem agilen Handling weckt sie Erinnerungen an eine Zeit, als Motorradfahren noch unvernünftig war. Doch so charmant sie im kurvigen Geläuf ist beim Thema Langstrecke fehlt ihr schlicht das Zeug zur Königin. Windschutz? Marginal. Spritzschutz? Kaum vorhanden. Gepäcktauglichkeit? Ein Kompromiss. Die R 12 G/S will nicht alles können sie will gefallen. Und das gelingt ihr mit Bravour.
Unit Garage - Umbau Konfigurator für die R 12 G/S
Unit Garage versteht sich weniger als Zubehörlieferant im klassischen Sinn, sondern vielmehr als italienische Manufaktur mit klarer Vision und genau darin liegt die Besonderheit ihres Angebots für die BMW R 12 G/S. Gegründet wurde das Unternehmen von Fabio Marcaccini, einem ehemaligen Paris-Dakar-Fahrer, gemeinsam mit dem Industriedesigner Michiel Verstockt. Diese Kombination aus echter Rallye-Erfahrung und gestalterischem Feingefühl prägt bis heute jedes Produkt. Motorräder werden hier nicht theoretisch entworfen, sondern aus der Perspektive dessen gedacht, der sie im Gelände bewegt. In der Nähe von Riccione entstehen in aufwendiger Handarbeit Kleinserien-Komponenten, die stets Teil eines ganzheitlichen Konzepts sind. Genau dieser Ansatz harmoniert ideal mit der R 12 G/S, die ab Werk viel Emotion liefert, aber bewusst Raum für Individualisierung lässt. Unit Garage betrachtet sie nicht als Endpunkt, sondern als Fundament für eine authentische Retro-Enduro. Das Sortiment reicht von massiven Schutzkomponenten wie stabilen Motorschutzbügeln und groß dimensionierten Aluminium-Unterfahrschutzen über funktionale Offroad-Details wie präzise CNC-gefertigte Seitenständer-Verbreiterungen und Scheinwerferschutz bis hin zu einem der konsequentesten Umbauten am Markt: einem kompletten Öhlins-48-mm-Gabelkit mit eigenen Gabelbrücken, das das Fahrverhalten der Front grundlegend verändert. Hinzu kommen hochgezogene Abgasanlagen, teilweise in Zusammenarbeit mit Akrapovič, die sowohl optisch als auch technisch klar in Richtung Rallye-Einsatz zielen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Gepäcklösungen, die von leichten TPU- und Canvas-Softbags über klassische Ledertaschen bis zu robusten Aluminiumkoffern reichen und stets auf modellspezifische, schlanke Trägersysteme setzen. Ergänzt wird das Programm durch sorgfältig gestaltete CNC-Details, Windschild-Erweiterungen und ergonomische Feinheiten. Das Ergebnis ist kein loses Sammelsurium an Zubehörteilen, sondern ein stimmiges Gesamtbild eine BMW R 12 G/S mit italienischer Seele, technischer Konsequenz und klarer Haltung.
Die R 1250 GS: Der Klassiker bleibt ein Maßstab
Wenn man von der R 12 G/S auf die R 1250 GS wechselt, fühlt man sich wie vom Barhocker ins Wohnzimmer versetzt. Alles sitzt, alles passt, und das berühmte ShiftCam-Triebwerk liefert diesen unerschütterlichen Punch sowohl aus dem Keller als auch bei höherem Tempo, der schon unzählige GS-Fans begeistert hat. In Sachen Komfort, Ausstattung und Allround-Fähigkeiten ist sie nach wie vor ein Referenzpunkt. Ihre elektronische Ausstattung ist umfangreich, wenn auch nicht mehr ganz taufrisch die adaptive Höhenverstellung der 1300er-Modelle fehlt ihr. Dafür punktet sie mit enormer Gebrauchtmarktstabilität und einem Charakter, der gewachsen wirkt. Sie ist nicht die sportlichste, aber die vertrauteste im Quartett. Ein Motorrad, das seine Klasse mit Würde trägt. Probieren und Testen durften wir die R1250GS schon öfters bei Hispania Tours in Malaga. Unsere bevorzugte Basis für die Winterflucht nach Südspanien.
Die R 1300 GS: Hightech trifft Dynamik
BMW hat mit der R 1300 GS einen radikalen Schritt gemacht: Der neue Rahmen, das verschlankte Design, der nochmals gesteigerte Motor alles wirkt wie aus einem Guss. Die 1300er ist spürbar dynamischer als ihre Vorgängerin, mit präziserem Handling und spektakulärerer Beschleunigung. Sie vermittelt mehr Sporttourer als Reise-Enduro, was nicht jedem gefällt. Auch Wiedereinsteiger finden schneller Zugang zur 1300er, sie wirkt im direkten Vergleich zur R1250GS zugänglicher und agiler. Der technologische Sprung ist deutlich spürbar, insbesondere das elektronische Fahrwerk samt adaptiver Höhenverstellung ist ein echter Benefit. In Spitzkehren fühlt sich das Bike leichtfüßiger an als die 1250er ein Ergebnis aus konsequenter Detailarbeit. Doch sowohl die R1300GS als auch die R1250GS haben in Sachen Fahrwerk nicht die Finesse wie die R12 G/S. Die R12 G/S vermittelt ein satteres Feedback und kommt sportlichen Piloten entgegen, die sehr gerne ein direktes und knallhartes Feedback haben. Natürlich haben die 1300er und die 1250er Vorteile durch das elektronische Fahrwerk. Das lässt sich per Knopfdruck anpassen und die Balance stimmt mit jedem Beladungszustand. Aber wenn alles richtig eingestellt ist, dann spürst Du die Fahrbahn mit der 12er G/S am besten!
Tracking und Sicherheit - Garmin inReach Mini 3 Plus
Für diese Tour war das Garmin inReach Mini 3 Plus mein ständiger Begleiter und zwar aus zwei ganz konkreten Gründen. Einerseits zeichnet es meine Strecke lückenlos auf und liefert mir damit die perfekte Basis für spätere Reportagen: exakte Routen, Höhenprofile und nachvollziehbare Verläufe, die ich nicht aus dem Gedächtnis rekonstruieren muss, sondern datenbasiert erzählen kann. Andererseits spielt der Sicherheitsaspekt eine zentrale Rolle. Gerade abseits des Mobilfunknetzes gibt mir das inReach ein gutes Gefühl, weil ich im Notfall jederzeit per Satellit Hilfe holen kann. Diese Kombination aus sauberem Tracking für journalistische Arbeit und echter Sicherheit unterwegs macht das System für mich auf Motorradreisen extrem wertvoll. Die Erfahrung zeigt, dass die geplante Tour via Calimoto manchmal Änderung nötig macht. In Südspanien sind manche Nordhänge im Januar manchmal zu kalt zum befahren. Also man hat in den Bergen an manchen Stellen Glatteis. Auf solche Gegebenheiten kann Calimoto (noch) nicht Rücksicht nehmen. Eine kurzfristige Touränderung ist nötig - inReach sorgt dafür, dass ich danach immer noch weiß wo ich konkret unterwegs war.
Ein Tourentipp aus Andalusien:
Die R 1300 GS Adventure: Der Gigant für die große Fahrt
Mit der Adventure-Variante der 1300er zeigt BMW, wie weit man das Konzept der Reiseenduro treiben kann. Massiv, majestätisch, aber in Fahrt erstaunlich leicht zu handeln das ist die Essenz der 1300 GS Adventure. Trotz voller Beladung, Sozius und Gepäck zeigt sie in engen Radien und flotten Wechselkurven eine Souveränität, die schlicht beeindruckt. Dieses Motorrad fährt mit dir bis ans Ende der Welt und weiter. Ihr Reiseziel ist die Unendlichkeit, und sie nimmt dich mit in einem Komfort, der seinesgleichen sucht. Die Optik polarisiert, keine Frage. Doch wer Funktion über Form stellt, wird hier sein Traumbike finden. Das ultimative Reisetier im BMW-Stall.
Kardan und Kompromisse
Ein kritischer Punkt bleibt bei allen Modellen: der Kardanantrieb. Was einst als wartungsfreier Segen galt, verlangt heute regelmäßige Pflege, besonders bei intensiver Nutzung im Gelände. Feuchtigkeit und Schmutz können hier schnell zum Problem werden. Profis wie Hispania Tours wissen das und öffnen nach jeder Marokko-Tour den Antrieb zur Pflege. Für den Normalnutzer daheim bleibt das ein Dämpfer im Besitzerstolz. Denn ein wenig schwingt bei BMW Kardan immer noch der Anspruch mit, besser als eine Kette zu sein doch dieser Mythos bekommt Risse. Als BMW Fan muss man sich jetzt von den Kumpels am Stammtisch ärgern lassen. Jahrelang hast Du Ihnen bei der Kettenpflege erklärt wie lausig dieses Antriebskonzept ist. Und nun hast Du diese Kardanpflege und Sorgfaltspflicht an der Backe! Peinlich!
Fazit: Die Wahl fällt schwer – und genau das ist gut so
BMW bietet mit diesen vier Modellen ein einzigartiges Spektrum an Boxer-Enduros. Jede für sich ist eine Charakterstudie und jede erfüllt ihren eigenen Zweck. Die R 12 G/S für Emotion und Dynamik auf kürzeren Strecken. Die R 1250 GS als bewährter Alleskönner mit hoher Wertstabilität. Die R 1300 GS als technologische Speerspitze mit sportlichem Anspruch. Und die R 1300 GS Adventure als das ultimative Reisetier.
Technische Daten im Vergleich - BMW GS Modelle
Die technischen Unterschiede zwischen der BMW R 1300 GS, der R 1250 GS und der R 12 G/S beginnen bereits im Herzen jeder Maschine dem Boxertriebwerk. Die R 1300 GS setzt mit ihrem neuen, 1300 Kubikzentimeter großen ShiftCam-Boxer einen neuen Leistungsmaßstab: Mit rund 145 PS bei 7750/min und etwa 149 Nm Drehmoment bei 6500/min liefert sie die höchste Spitzenleistung der drei. Der kürzere Hub und die höhere Verdichtung von 13,3:1 machen den Motor drehfreudiger als den bewährten 1254er der R 1250 GS, der mit 136 PS bei ebenfalls 7750/min und 143 Nm bei 6250/min arbeitet. Dieser Motor bringt einen etwas längeren Hub mit, was ihm einen satteren Punch im mittleren Drehzahlbereich verleiht. Die R 12 G/S hingegen vertraut auf klassische Luft/Öl-Kühlung und ein 1170-ccm-Aggregat, das rund 109 PS bei 7000/min und 115 Nm bei 6500/min liefert. Ihre Charakteristik ist traditioneller, mit einfacherem Aufbau und ohne ShiftCam-Technologie. Das technische Spektrum reicht damit von moderner Hochleistungsboxer-Motorisierung über den bewährten GS-Kompromiss bis hin zur reduzierten, puristischen Lösung. Auch in puncto Fahrwerk und Geometrie zeigen sich klare Differenzierungen. Die R 1300 GS basiert auf einer neuen Plattform mit überarbeitetem EVO-Telelever vorne und Paralever hinten dazu 19- und 17-Zoll-Räder für eine klar straßenorientierte Auslegung. Sie bringt im Vergleich zur R 1250 GS etwa 12 Kilogramm weniger Gewicht auf die Waage und ist mit noch moderneren Assistenzsystemen und optionalem adaptivem Fahrwerk mit automatischer Höhenverstellung ausgestattet. Die R 1250 GS setzt weiterhin auf den klassischen Telelever und ein Elektronikpaket mit Dynamic ESA, bleibt aber schwerer rund 249 Kilogramm vollgetankt und komfortorientierter. Die R 12 G/S verfolgt ein völlig anderes Konzept: mit 21-Zoll-Vorderrad, optionalem 18-Zoll-Hinterrad in der Enduro Pro-Ausführung, langem Federweg (210/200 mm) und einem voll einstellbaren mechanischen Fahrwerk. Sie verzichtet auf moderne Elektronik zugunsten von mechanischer Einfachheit und Geländetauglichkeit. Der Stahlrohrrahmen, die höhere Bodenfreiheit und die schmalere Silhouette unterstreichen ihre Offroad-Ausrichtung. So ergibt sich ein klares technisches Profil: von der Hightech-Reiseenduro über den bewährten Tourer bis hin zur reduzierten Retro-Enduro mit Fokus auf Style und Charme statt Komfort.
Drei GS Varianten im Vergleich
| - | BMW R 1300 GS | BMW R 1250 GS | BMW R 12 G/S Enduro Pro 18" |
| Motorbauart | 2-Zyl.-Boxer 4T, 4V, ShiftCam | 2-Zyl.-Boxer 4T, 4V, ShiftCam | 2-Zyl.-Boxer 4T, 4V |
| Hubraum ccm | 1300 | 1254 | 1170 |
| Leistung PS | 145 | 136 | 109 |
| Leistung Drehzahl U/min | 7750 | 7750 | 7000 |
| Drehmoment Nm | 149 | 143 | 115 |
| Drehmoment Drehzahl U/min | 6500 | 6250 | 6500 |
| Verdichtung | 13,3:1 | 12,5:1 | 12,0:1 |
| Kühlung | Flüssig/Luft | Flüssig/Luft | Luft/Öl |
| Getriebe | 6-Gang | 6-Gang | 6-Gang |
| Vorderrad | 19 Zoll | 19 Zoll | 21 Zoll |
| Hinterrad | 17 Zoll | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Tankvolumen l | 19 | ca. 20 | 15,5 |
| Leergewicht fahrfertig ca. kg | 237 | 249 | ca. 220 |
| Verbrauch WMTC l/100km | 4,8 | 4,75 | 5,1 |
| CO2 g/km | 110 | ca. 110 | 119 |
| Höchstgeschwindigkeit km/h | ca. 225 | ca. 219 | ca. 210 |
BMW R1300GS - BMW R1250GS und BMW R12 G/S im Generationenvergleich
BMW Boxer testen in Newchurch: Das volle Programm beim Newchurch Summit
Wer nach einem ausgiebigen Vergleich der aktuellen BMW GS-Modelle sucht, findet beim Newchurch Summit 2026 den idealen Rahmen. Inmitten der Alpenkulisse von Neukirchen am Großvenediger bietet BMW eine breite Testflotte inklusive der brandneuen R 12 GS zum intensiven Ausprobieren an. Wir freuen uns auf ein Treffen mit der 1000PS-Community zum Fachsimpeln, Testen und Feiern in Newchurch. Fahren, diskutieren, genießen: von 21.-28. Juni! Feiern, testen, informieren: von 25. - 28. Juni!
Conclusion: BMW R 1250 GS 2023
Die BMW R 1250 GS präsentiert sich auch im Jahr 2022 als sehr komplettes Motorrad. Souverän und gut ausbalanciert überzeugt es bei intensiven Ausfahrten. Das Motorrad punktet mit dem herrlichen Motor, der tollen Ergonomie und der praxistauglichen Fahrhilfen samt toller App-Integration. Im direkten Vergleich mit anderen Reiseenduros der Oberliga zeigt sie aber mittlerweile erste Schwächen bei der Ausstattung und den verbauten Komponenten. Wohingegen auch im direkten Vergleich die 136PS aus dem Boxermotor in jeder Lebenslage überzeugen.
- extrem drehmomentstarker Boxer-Motor
- bequeme Sitzposition, langstreckentauglich
- tolle App-Integration
- ausgereiftes Bedienkonzept
- tolle Ergonomie
- Viele Individualisierungsmöglichkeiten
- Tolles Handling mit starkem Vertrauen in die Front
- Einfache Fahrbarkeit
- Schaltvorgänge bei tiefen Drehzahlen hakelig
- Sitzbank zu lasch
- Bremse und Fahrwerk nicht mehr auf dem Niveau der starken Konkurrenz
Conclusion: BMW R 1300 GS 2025
BMW hat die neue R 1300 GS mit viel Erfahrung und Know-how entwickelt, was sich in ihrer fortschrittlichen Technik und Vielseitigkeit zeigt. Das Modell spricht sowohl erfahrene als auch neue Fahrer an und bietet eine beeindruckende Kombination aus Leistung, Komfort und modernster Ausstattung. Es ist eine gelungene Mischung aus Kompaktheit, Kraft und Luxus, die sowohl im Gelände als auch auf der Straße performt. Leider ist die erste Baureihe der neuen 1300 GS an manchen Ecken und Enden noch nicht zu 100% ausgereift, wie mehrere Rückrufaktionen als auch anfällige Bauteile zeigen.
- Kräftiger Motor mit sehr sportlichem Ansprechverhalten
- Sehr tolle Traktion
- Stabiles Fahrverhalten - trotzdem präsentiert sich das Motorrad agil und kurvenfreudig
- Handschützer bieten guten Windschutz
- In minimaler Ausstattung wirkt das Motorrad kompakter und sportlicher als bisher
- gut integrierter Radartempomat
- verständliches Bedienkonzept
- gut ablesbares Display
- vielfältige Möglichkeiten zur Ergonomie Anpassung
- Toll funktionierendes und unauffällig integriertes Notrufsystem
- Sehr gute Balance bei unterschiedlichen Beladungszuständen
- Fahrwerk arbeitet auf einem guten Niveau - ein wirklich makelloses Ansprechverhalten wird jedoch ebenso wenig geboten wie ein wirklich breiter Einstellbereich
- Front Collision Warning (FCW) löst im rauen Alltag nervige Fehlalarme aus
- ABS System gibt bei sportlicher Fahrweise zu viel Rückmeldung in den Bremshebel
- Anfälligkeit der Seitenverkleidungen für Kratzer im rauen Gelände und bei Nutzung mit groben Stiefeln
- Auf langen Strecken zu Zweit ist das direkte Ansprechverhalten vom kräftigen Motor etwas anstrengend
Conclusion: BMW R 1300 GS Adventure 2025
Die BMW R 1300 GS Adventure bleibt eine beeindruckende Reiseenduro mit kraftvollem Antrieb, hohem Komfort und souveräner Dynamik. Sie glänzt durch agiles Handling, hochwertige Assistenzsysteme und erstklassige Ergonomie. Trotz polarisiertem Design ist sie eine klare Wahl für erfahrene Fahrer, die Komfort und Performance auf langen Touren schätzen.
- Agiler Boxer-Antrieb
- erstaunlich neutrales Handling
- tolle Ergonomie für Langstrecken
- hohe Reichweite
- hochwertige Assistenzsysteme erlauben sehr dynamische Fahrmanöver
- tolle Ausstattung
- tolles Bedienkonzept
- grandioser Sitz
- sehr harmonisches Einlenkverhalten
- beeindruckende Stabilität bei hohem Tempo
- souveräne Leistung auch bei anspruchsvollen Bedingungen
- Hohes Gewicht – schwer vom Ständer zu wuchten
- etwas eingeschränktes Bremsgefühl bei sehr schlechtem Asphalt
- Traktionskontrolle und Combined-ABS stoßen in extremen Bedingungen an ihre Grenzen
- sehr hohe Sitzposition ist für kleinere Fahrer herausfordernd
- Optik noch polarisierender als bei früheren Modellen
Conclusion: BMW R 12 G/S 2025
Die BMW R12 G/S ist keine vernünftige GS, sondern eine emotionale. Sie richtet sich an große, erfahrene Fahrer, die Charakter, Direktheit und klassisches Boxer-Feeling höher bewerten als Komfort, Elektronik und Alltagstauglichkeit. Wer sie versteht und fahren kann, bekommt ein Motorrad mit echtem Charisma und seltenem Fahrspaß – alle anderen werden mit ihr nicht glücklich.
- charismatischer luft-/ölgekühlter Boxer
- direktes, analoges Fahrgefühl
- überraschend komfortable Sitzbank
- stabiles, sportliches Fahrwerk auf guten Straßen
- hochwertiger Gesamteindruck
- eigenständiger Charakter
- mechanisch hochwertiger Gesamteindruck
- anspruchsvolle Sitzhöhe
- schweres Rangieren
- begrenzte Autobahntauglichkeit
- wenig Windschutz
- spürbare Vibrationen am Lenker
- spürbare Lastwechselreaktionen